gepostet von: Wolfgang Linhart

  aus Wien & NÖ-Ost | Der SONNTAG

Über den Glauben auf dem Niveau denken und sprechen zu können, auf dem man auch sonst zu denken und sprechen gewohnt ist.“ Dies formulierte die Gründerin der THEOLOGISCHEN KURSE, Margarethe Schmid immer wieder als Zielsetzung des Theologischen Kurses. 1940, am Anfang, ging es darum, Laien zu befähigen, den nationalsozialistischen Anfeindungen theologisch fundiert entgegentreten zu können. Der Grundauftrag ist heute unvermindert gültig: Fähig zu sein, „jederzeit Rede und Antwort zu stehen“ (vgl. 1 Petr 3,15) für interessierte aber auch kritische Fragen. Mehr denn je braucht die Kirche Menschen, die wissen, was sie glauben, und ihre Überzeugung Suchenden und Fragenden verständlich machen können. Regina Polak sieht das als eine Überlebensfrage für die Kirche. 

Demgegenüber befindet der Psychologe Franz Buggle „Denn sie wissen nicht, was sie glauben“. Natürlich geht es im Glauben nicht primär um Wissen. Glaube ist Beziehung, Vertrauen, sich Einlassen auf Gott. Natürlich ist das erste und glaubwürdigste das Zeugnis des Lebens, das Tun des Glaubens: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (vgl. Mt 7,16). Natürlich ist auch das erzählende Zeugnis der eigenen Glaubens- und
Bekehrungsgeschichte wichtig. Aber wir glauben als vernunftbegabte Menschen, deshalb sucht der Glaube auch das Verstehen: Welchem Gott vertraue ich? Was sind die geschichtlichen Wurzeln? Es wäre ja auch in einer Liebesbeziehung unvorstellbar zu sagen: „Ich liebe dich, das reicht. Wer du bist, deine Lebensgeschichte, was du denkst, das interessiert mich nicht …“

Theologie erschließt den Glauben, vertieft das Glaubensverständnis, gibt Orientierung in einer unübersichtlichen Welt und bietet tragfähige Argumente. Theologie lädt ein zu erkennen, was dahinter steckt. Es reicht nicht, Glaubensformeln und Lehrsätze – so richtig sie auch sind – einfach zu wiederholen. Die Menschen wollen verstehen, was gemeint ist, wenn wir sagen: „Wir sind durch Jesus Christus erlöst“; „Gott ist dreifaltig“ usw. – Wissen Sie, was Sie glauben?

Mag. Erhard Lesacher (58) ist Leiter der THEOLOGISCHEN KURSE und der AKADEMIE am DOM.

Siehe auch das Interview mit der neuen Vorsitzenden des Katholischen Akademiker/innen-Verbandes Wien, Ille C. Gebeshuber, die im Rahmen der Theologischen Kurse am 6. Oktober über das Prinzip Schöpfungsverantwortung spricht.

 

Ille C. Gebeshuber ist die neue Vorsitzende des Katholischen Akademiker-Verbandes in der Erzdiözese Wien. Die Physikerin im Interview über Naturwissenschaft und Glaube und über die Frage, wie die Zukunft aussehen wird, kann und soll. Gebeshuber spricht am 6. Oktober bei den Theologischen Kursen.

Zuerst geht es darum, die gute Arbeit des Katholischen Akademiker/innen-Verbandes Wien fortzusetzen. Der KAV trifft als Forum Zeit und Glaube auf sehr großes Interesse“, sagt Ille Gebeshuber, Professorin für Physik an der Technischen Universität Wien und seit Juni Vorsitzende des KAV Wien, im Gespräch mit dem SONNTAG: „In Zukunft wird es aber eine große Herausforderung sein, die Präsenz-Veranstaltungen jetzt nach der Corona-Krise wieder hochzufahren.“

Welche Rolle spielt der Glaube in Ihrem Leben? 
ILLE GEBESHUBER: Eine sehr große, denn er bildet mein Fundament und meine Basis. Ich bin katholisch erzogen worden. Meine Mama ist evangelisch, mein Papa ist katholisch. Ich habe schon von klein auf dieses Urvertrauen, dieses Gottvertrauen, mitbekommen und bin da hineingewachsen. Im Laufe der Zeit ist es dann vielleicht ein bisschen weniger geworden. Als ich aber in Malaysia, einem muslimischen Land, sieben Jahre lang eine Professur innehatte, wurde dieses Gottvertrauen wieder aktiviert. Da habe ich mich an meine christlichen Wurzeln sehr stark erinnert und diese Pflanze meines christlichen Seins auch sehr bewusst und sehr aktiv wachsen lassen. Ich habe später ignatianische Exerzitien besucht und viele Veranstaltungen im Wiener Kardinal König Haus. 

Sie lehren Bionik. Was dürfen wir uns darunter vorstellen?
Bionik ist eine Kombination aus den Worten Biologie und Technik. Es geht darum, von der Natur für bessere Technologien zu lernen. Warum lernt man von der belebten Natur? Da gibt es viele Millionen Jahre an Entwicklung, die Lebewesen, Organismen, aber auch Ökosysteme hinter sich haben. Es ist immer wieder erstaunlich und ein Grund zur Freude, welche Lösungen man in der belebten Natur findet. Generell ist diesen Lösungen sehr oft eines gemeinsam: Sie arbeiten mit lokalen Materialien, sie arbeiten mit geringem Energieaufwand. Viele dieser Lösungen können Vorbilder sein für Innovationen in der Technik. Vereinfacht gesagt geht es um die Überführung von Lösungen der Natur in menschliche Innovationen. 

Sie haben ihren Vornamen ändern lassen. Warum? 
Ich bin technische Physikerin, Diplom-Ingenieurin. Als ich begonnen habe zu publizieren, war das zu einer Zeit, als das Geschlecht von Autoren und Autorinnen noch relevant war für den Erfolg von Publikationen. Der Name Ille, der sich von Ilse herleitet, bei dem ich das “S” durch ein “L” ersetzt habe, war geschlechtsneutral und hat seinen Dienst geleistet. Heute ist natürlich die Zeit eine andere. Das Geschlecht oder der Vorname machen keinen Unterschied mehr in der Wissenschaft. Aber damals war es eine gute Strategie, um Fuß zu fassen. 

Warum muss sich die Art und Weise, wie wir unseren Lebensstandard praktizieren, ändern? 
In vielen Bereichen verbrauchen wir mehr Ressourcen als der Planet Erde zur Verfügung stellt. Und früher oder später wird es dazu kommen müssen, dass wir alle diese Art des Lebens nicht mehr fortführen können. Wenn wir es allerdings schaffen, unsere Lebensweise klug zu verändern, können wir diese ultimative Versorgungskrise vermeiden oder zumindest abschwächen. Es wäre gut, wenn das eher früher als später passiert. Das Ziel ist globale Nachhaltigkeit, also weltweit nicht mehr Rohstoffe zu verbrauchen als die Welt bereitstellen kann. Und durch unsere Arbeitsweise, durch unsere Lebensweise, durch unsere Art der Produktion nicht zukünftigen Generationen die Möglichkeit zu verbauen, auch ein gutes Leben führen zu können. Da schließe ich natürlich alle mit ein. Wir können nicht beispielsweise auf dem Rücken eines globalen Artensterben der Menschheit eine gute Zukunft bauen. Das ist verantwortungslos und natürlich auch entgegen jeder Schöpfungs-Verantwortung. 

Da sind wohl gute und langfristige Lösungen vonnöten... 
Ja. Die Herausforderung besteht darin: Wir müssen eine maximale Veränderung unserer Lebensweise erreichen und gleichzeitig eine minimale Veränderung unserer Lebensqualität. Wir wollen nicht zurückkehren in die Steinzeit oder in Jute-Säcken durch die Gegend laufen. Eine maximale Veränderung der Lebensweise für alle, weil Umweltschutz durch Verarmung zwar möglich, aber nicht erstrebenswert ist. Das wird seine Zeit brauchen. 

„Glaube, Liebe und Hoffnung sind das, 
was uns zu Menschen macht...“.



Wie können denn aus Ihrer Sicht neue Wege des Zusammenlebens und der Kooperation zwischen Mensch, Technik und Natur gefunden werden? 
Meiner Meinung nach ist die Antwort auf diese Frage Achtsamkeit. Wenn wir den Blick heben und die Dinge als das wahrnehmen lernen, was sie sind, dann ist der erste Schritt getan. Wenn wir uns einen Baum anschauen, ein Baum ist nicht nur Holz. Wenn wir ein Tier anschauen, ein Tier ist nicht nur Fleisch. Und wir Menschen definieren uns nicht nur durch Geld oder Macht. Sobald man das erkennt, wird es auch möglich sein, positive Beziehungen zur Technik und vor allem zu den Mitmenschen und zur Natur aufzubauen. Ich gehe beispielsweise gerne bei Kinder-Universitäten mit Kindern in den Wald und wir schauen uns an, was es im Wald Schönes zu sammeln gibt. Schneckenhäuser, Holzstücke, und gehen dann zurück und schauen uns das im Mikroskop an. Wir leben aber heute in einer lauten Zeit und in einer Zeit der absoluten Über-Kommerzialisierung. Da ist es einfach schwer, genau hinzuschauen und zu staunen und sich zu freuen. Die Geschichte allerdings zeigt uns, dass die Menschen rechtzeitig ihre Scheuklappen abwerfen können. Und ich denke, das wird wieder einmal in nicht allzu langer Zeit der Fall sein. 

Warum brauchen wir intelligente Veränderungen und nicht nur pures Wachstum? 
Wenn wir so weiter wachsen wie bisher, wo stehen wir dann in tausend Jahren? Verbrauchen dann 100 Milliarden Menschen tausendmal mehr Güter? Das ist einfach rechnerisch nicht möglich und es wird früher oder später, wenn es in der Zwischenzeit nicht zur Katastrophe kommt, zu einem realistischen Gleichgewicht kommen müssen. Da geht's eben nicht darum, was einige wenige wollen, sondern es geht darum, was wir alle wollen. Und das reduziert sich dann auf einen ganz einfachen Faktor, nämlich auf die Zufriedenheit aller. Ich denke, wenn alle genug haben und nicht wenige mehr und mehr, dann haben wir das vernünftige Maß erreicht. Und damit meine ich im christlichen Sinn nicht kollektive Armut, die wir auf unserer Welt statistisch gesehen derzeit real erleben, sondern geistigen Reichtum. 

In Zukunft werden immer größere Mengen an Nahrung und Rohstoffen benötigt werden. Kann das gelingen, ohne dass dabei die Natur zugrundegeht? 
Das ist die klassische Vorstellung von einer industriellen Welt. In den Köpfen der Menschen ist derzeit fix verankert, dass nur Wachstum Fortschritt bringt. Aber wir sehen immer mehr, dass die Verfügbarkeit vieler Rohstoffe begrenzt ist. Wir werden immer hungriger werden nach Ressourcen, aber wir werden nicht satt werden. Um dieser Wachstums-Falle zu entkommen, das sagt auch Papst Franziskus in seiner wunderbaren Enzyklika Laudato si, werden wir das Konzept der Wegwerfgesellschaft hinterfragen müssen. Es wird darum gehen, Rohstoffe besser zu nutzen, z.B. durch Recycling oder die hergestellten Produkte länger zu nutzen, indem sie eben eine hohe Qualität aufweisen. Das muss aber jetzt alles nicht unbedingt einen Nachteil für die Wirtschaft bedeuten, weil die wenigen, aber sehr guten Produkte dürfen natürlich ihren Preis haben und müssen nicht unbedingt von weit her importiert werden. Ich denke, mit diesen Veränderungen können wir der Natur eine Atempause verschaffen, bis der natürliche Rückgang der weltweiten Bevölkerung den Rückbau vieler Flächen in Grünland erlauben wird. 

Sie schreiben, dass wir uns künftig vom Fleisch verabschieden und uns vegetarisch ernähren werden… 
Für vegetarische Ernährung sprechen drei Gründe. Zum ersten: Wenn wir so viele Milliarden von Menschen gut und ausreichend ernähren wollen, dann geht das nur durch eine bessere Ausnutzung der verfügbaren Nahrungsmittel. Für jede tierische Kalorie muss man mindestens vier pflanzliche Kalorien aufwenden. Es ist schon rein rechnerisch logisch, dass wir uns daher der pflanzlichen Nahrung zuwenden. Ein zweiter Grund ist: Viele Menschen sind nicht mehr gewillt, billiges Fleisch mit dem Leid der Tiere zu erkaufen. Und drittens spielen hier auch Umweltschutz-Aspekte eine Rolle, Methan-Ausstoß durch Kühe, Klimawandel und auch die Problematik der Entsorgung des Tierkots. 

Es gibt viele schöne Sätze in ihrem Buch. Einer lautet: “Es kommt nicht darauf an, ob wir die kommende Krise überstehen, sondern wie wir sie überstehen.” Was meinen Sie damit konkret? 
Wenn wir uns die heutige Gesellschaft anschauen, dann haben wir viele Kontroversen, viele verschiedene ideologische Standpunkte. Aber es gibt doch einen gemeinsamen Nenner: Dass wir uns alle eine Zukunft wünschen, in der alle Menschen in Wohlstand und ohne elementare Sorge leben können. Idealerweise wird es so eine Zukunft geben, in der die Menschheit ihr Wissen und ihre Ideen dazu einsetzt, dieses Ziel zu erreichen. Es kann aber auch ganz anders ausgehen und unsere Gesellschaft bricht zusammen. In diesem Fall werden sich dann Inseln der Zivilisation bilden, deren Zukunftsaussichten eher schlecht sind, weil sie einfach ihr entwicklungstechnisches Niveau nicht erhalten können. 

Sie haben in Ihrem Buch auch zehn Regeln für den Einzelnen definiert. Warum brauchen wir diese? 
Ich glaube, dass die die notwendige Veränderung Schritt für Schritt kommen muss. Das geht am besten durch neue Regeln, denen man leicht und ohne Risiko folgen kann. Wenn Viele bewusst pragmatische, soziale und wirtschaftliche Entscheidungen treffen, dann beginnt sich langsam alles zu verändern. Es ist eine Art stille Demokratie, die in der Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. 

Warum wird es notwendig sein, die christlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung in die vielen Welten der Zukunft einzubringen? 
Glaube, Liebe und Hoffnung sind das, was uns zu Menschen macht. Wir dürfen uns in diesem ganzen Fortschrittswahn nicht in beliebige Einheitswesen verwandeln oder verwandeln lassen. Das Menschsein an sich ist wertvoll. Wir sind einfach mehr als eine Ansammlung von Atomen oder Sozialversicherungsnummern. Ich denke, das Christentum ist deshalb so stark, weil es ohne einen autoritären Gottesbezug, ohne die Angst vor einer göttlichen Bestrafung auskommt. Glaube, Liebe und Hoffnung sind die Leit-Sterne, nach denen wir uns richten. Darum predigt Jesus Christus auch von einem liebenden Gott. Ich bin zuversichtlich, dass die kommenden Generationen das besser verstehen werden als wir heute.
 

FOLGE 3: MARIA VON MAGDALA

Apostolin und Powerfrau

Maria von Magdala – auch Maria Magdalena genannt – ist vermutlich eine der umstrittensten Personen in der Bibel. Oft als Sünderin, Prostituierte oder Liebhaberin Jesu verunglimpft wurde sie als erste Zeugin der Auferstehung erst in den letzten 50 Jahren als „Apostelin der Apostel“ rehabilitiert und Papst Franziskus hat 2016 ihren Gedenktag am 22. Juli zu einem Festtag aufgewertet. Immerhin war sie es, die Jesus auf seinem Weg zum Kreuz begleitet hatte – bis zum Moment seines Todes.

VON WOLFGANG LINHART

FOTOS KPH-Wien/Krems / picturedesk.com

Maria von Magdala kennen viele nur als schillernde Figur. Viel ist dieser Frau im Nachhinein angedichtet worden. Sie wurde von Papst Gregor I. mit der Sünderin im Lukasevangelium gleichgesetzt, man unterstellte ihr eine Liebesbeziehung zu Jesus und die männerdominierte Kirche des Mittelalters stempelte sie gar als ehemalige Prostituierte ab. Entsprechend regte sie durch viele Jahrhunderte die Phantasie der bildenden Künstler an. Es gibt kaum ein Gemälde, auf dem sie nicht mit offenem Haar als büßende Sünderin dargestellt ist. – Dabei wissen wir aus der Bibel selbst nur wenig über die Frau aus Magdala, die sich der Nachfolgegemeinschaft um Jesu anschloss: Sieben Dämonen soll Jesus ihr ausgetrieben haben. Dann finden wir sie unter dem Kreuz, später am leeren Grab und natürlich hat sie ihren großen Auftritt als erste Zeugin des Auferstandenen.

 
Biblische Gestalten – in den Fokus gerückt folge 3

Wie müssen wir uns die historische Maria aus Magdala und ihr Lebensumfeld vorstellen?

ANDREA TASCHL-ERBER: Sie war wohl eine starke Frau. Von ihrer Herkunft aus Magdala auf ihre Vermögensverhältnisse zu schließen, lassen die Texte nicht zu. Man könnte spekulieren, ob sie sich als Frau aus urbanem Milieu von den Jüngern abgehoben hat, die in ländlichem Umfeld gelebt haben und Fischer waren. Offenbar schloss sie sich allein der Bewegung um Jesus an, ein Schritt, der Frauen zur Zeit Jesu nicht ohne Weiteres möglich war. Aus heutiger Sicht würde man sie wohl als „emanzipierte“ Gesprächspartnerin bezeichnen. Eine Frau, die sich von der Jesus-Bewegung etwas erhofft hat, Jesu Botschaft der Auferstehung mit anderen Frauen mutig weitergetragen hat, während die Männer aus Angst vor der Kreuzigung geflohen sind.

Was ist für Sie als Theologin das Faszinierende an Maria Magdalena?

Dass diese Frauenfigur, die in der schönen Ostermorgengeschichte – im Johannesevangelium alleine, in den anderen Evangelien in einer Frauengruppe verortet – als Erste den Auftrag erhält, vom Auferstandenen zu erzählen. Sie wird von ihm gesendet – das bedeutet, eine Apostelin zu sein. Im Mittelalter erhielt sie den festen Ehrentitel „Apostelin der Apostel“. Die Evangelientexte zeigen uns, dass Frauen in dieser Anfangszeit der entstehenden Gemeinden eine wichtige Rolle spielten. Außer Maria, der Mutter Jesu, ist Maria von Magdala die Einzige, die in allen vier Evangelien genannt wird. Das heißt, sie dürfte eine bedeutende Frau im Umfeld Jesu gewesen sein, eine wichtige Nachfolgerin und Jüngerin. Nach der Passion, nach der Krise des Karfreitags, wo alles verloren schien, geht die Jesus-Bewegung mit ihrer Verkündigung weiter.

Weiß man, ob sie alleinstehend war?

Auffällig ist, dass sie nicht als die Ehefrau des …, die Tochter des …, die Schwester des … oder die Mutter des …, genannt wird, wie wir es bei vielen anderen Frauen im Neuen Testament ganz typisch haben. Aber wir wissen nichts über ihren Familienstand. Es ist eine auffällige Lücke und könnte bedeuten, dass sie sich von ihrer Familie getrennt hat, um sich Jesus anzuschließen. Das muss aber nicht bedeuten, dass sie alleinstehend gewesen wäre. Wir wissen nicht einmal, wie alt sie damals gewesen ist. Man hat aufgrund der Kunstgeschichte immer diese junge schöne Frau vor Augen, aber sie könnte auch eine Generation älter als Jesus gewesen sein.

 
EXPERTIN
Andrea Taschl-Erber ist Vizerektorin für Religiöse Bildung und Interreligiösen Dialog an der Kirchlichen Pädagog. Hochschule Wien/Krems

Wie erfahren wir mehr über sie, wenn die Bibel so wenig Anhaltspunkte bietet?

Ergänzende Hinweise über ihre Bedeutung im frühen Christentum liefern so genannte „Apokryphen“, das sind Schriften, die nicht in den biblischen Kanon aufgenommen wurden. Wichtige Texte mit großer Aussagekraft sind unter anderem gnostische Schriften wie das Maria Magdalena-Evangelium und das Evangelium des Philippus, die so genannte „Pistis Sophia“. Viele Schriften wurden erst erst ab Ende des 19. Jahrhunderts in Ägypten entdeckt und im Laufe des 20. Jahrhunderts editiert und übersetzt. In etlichen der darin enthaltenen Dialoge zwischen Maria Magdalena, Jesus und den anderen Jüngerinnen und Jüngern zeigt sich ihre Bedeutung als Gesprächspartnerin Jesu. Laut diesen Texten hat Maria von Magdala eine völlig andere Rolle inne, als das kirchlich tradierte Bild ihr zuschreibt. Mit diesen Schriften und ihrer wissenschaftlichen Aufarbeitung eröffneten sich auch neue Möglichkeiten, um sich mit der Figur Maria Magdalenas eingehender zu befassen und sie eventuell in einem anderen Licht zu sehen.

So spielt Maria von Magdala in apokryphen Schriften eine zentrale Rolle im Kreis der Jüngerinnen und Jünger. Sie wird als interessierte Zuhörerin und Gesprächspartnerin beschrieben, die sich auch provokante Fragen zu stellen traut. Im Evangelium nach Maria Magdalena ermuntert sie beispielsweise die anderen dazu, die Lehre Jesu hinauszutragen. Wiederholt führt sie Diskussionen mit Petrus, der ihre Redezeit und ihre Rolle als Lehrerin einschränken möchte.

Warum wurde sie zur Sünderin?

Das ist das Ergebnis einer über die Jahrhunderte gewachsenen Auslegungsgeschichte. Durch die Verschmelzung verschiedener biblischer Frauenfiguren ist ein Bild von ihr konstruiert worden, das nicht ganz zufällig bestimmten Interessen diente. Die grundsätzliche Frage lautete: Wenn gilt, dass Frauen schweigen sollen, wie es in Briefen des Paulus und seiner Schüler steht, warum sind Frauen die Ersten gewesen, denen Jesus einen Verkündigungsauftrag gab? Das ist ein fundamentaler Widerspruch, der sich aus den neutestamentlichen Texten selber ergibt. Es wurde in der Folge der Sündenfall ins Spiel gebracht – Eva als die Sünderin schlechthin und generell Frauen als Sünderinnen. Dieses Muster ist dann auf die Frauen am Ostermorgen übertragen worden: Weil „die Frau“ etwas wiedergutzumachen hätte, erschien ihr Jesus als Erster.

Gibt es einen Ausweg?

Ein historisch fundierter Rehabilitationsversuch geht von der feministischen Theologie aus. Denn als Apostelin wurde Maria bereits im 3. und 4. Jahrhundert von Kirchenvätern wie Hippolyt und Hieronymus bedacht, ehe die Nachwelt ihren Ruf erheblich schmälerte. Mit ihr könnte die über fast zwei Jahrtausende verdrängte weibliche Seite des Christentums wieder zu einer partnerschaftlichen Kirche erweckt werden.

Nächste Woche: Der Prophet Jona

 

Maria von Magdala

In der Literatur: Hebbel: „Maria Magdalena“(1844) Rinser: „Mirjam“ (1983)

In der Malerei: Albani-Psalter: Maria von Magdala verkündet den Jüngern (vor 1145) Tizian: Noli me tangere (1512) El Greco: Büßende M. Magdalena (1577)

In der Musik: William Lloyd Webber: Missa Sanctae Mariae Magdalenae (um 1960). Andrew Lloyd Webber: Jesus Christ Superstar (1971)

Im Film: Davis: „Maria Magdalena“ (2018)

Bibelquiz, Folge 3

Wie heißt der Papst, der Maria von Magdala zur Sünderin und Prostituierten „degradierte“?

Die Antwort schicken Sie an die „Redaktion des SONNTAG, Stephansplatz 4, 1010 Wien“ oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir Preis zu Themen rund um die Bibel.

Maria von Magdala in der Heiligen Schrift

Jüngerin Jesu

„Und es geschah in der folgenden Zeit: Er wanderte von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn und auch einige Frauen, die von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren […]“
Lukas 8,1-2

Zeugin der Kreuzigung und Grablege

„Auch einige Frauen sahen von Weitem zu, darunter Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses, sowie Salome; sie waren Jesus schon in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient. Noch viele andere Frauen waren dabei, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.“ - Markus 15,40-41

„Josef nahm den Leib und wickelte ihn in ein reines Leinentuch und legte ihn in sein eigenes neues Grab, das er in einen Felsen hatte hauen lassen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon. Es waren aber dort Maria von Magdala und die andere Maria; die saßen dem Grab gegenüber.“
Matthäus 27,59-61

Erste Zeugin des Auferstandenen

„Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.“
Johannes 20, 11-12

Auftrag zur Verkündigung

„...sie wandte sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast! Dann will ich ihn holen. Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister.

Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. Maria von Magdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie berichtete, was er ihr gesagt hatte. - 
Johannes 20, 14b-18

Maria von Magdala nach Ostern

„Sie alle verharrten dort [in Jerusalem] einmütig im Gebet, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. - 
Apostelgeschichte 1,14

 
 

Eine Stellungnahme der vatikanischen Glaubenskongregation vom 15. März führt zu unterschiedlichen Meinungen und kontroversiellen Diskussionen.

Es geht um die Verneinung der Möglichkeit, gleichgeschlechtlichen Paaren seitens der Kirche einen Segen zu erteilen. Wenn dies auch kein Urteil über die Person darstelle, wie betont wird. Papst Franziskus gab zu der Erklärung sein Einverständnis.

In der österreichischen Kirche gab es seither viele kritische Reaktionen von Einzelpersonen, Theologen und Organisationen. Einige Pfarren in der Erzdiözese Wien erklärten sich mit homosexuellen Menschen solidarisch, manche Seelsorger lehnen die Stellungnahme aus dem Vatikan öffentlich ab.

 

 

  • Die Redaktion hat einen Leserbrief an den SONNTAG exemplarisch für die Fragen und die Diskussion an Kardinal Christoph Schönborn weitergegeben:

„Vor Gott sind alle Menschen gleich. Jesus hat alle Menschen gleichbehandelt. Mein Sohn ist auch homosexuell und glücklich verheiratet, war jahrelang Ministrant und gläubiger Christ. Ich bin wieder einmal schwer enttäuscht von der katholischen Kirche. Man darf sich nicht wundern, wenn viele Menschen sagen: ‚Mit Gott habe ich eine gute Beziehung, aber mit der Kirche habe ich große Probleme.‘ Ich bin schon gespannt, wie eure Haltung dazu ist.“

  • Wir haben unseren Wiener Erzbischof gefragt: Kardinal Schönborn, was sagen Sie diesem betroffenen Vater und dieser offenbar gläubigen Familie?

Kardinal Christoph Schönborn: Ich gehe von einer ganz einfachen Beobachtung aus: Viele Mütter segnen ihre Kinder. Meine Mutter macht es immer noch bis heute. Ich gehe nicht weg von Zuhause, ohne dass sie mich segnet. Eine Mutter wird den Segen nicht verweigern, auch nicht, wenn ihr Sohn oder ihre Tochter Lebensprobleme hat. Im Gegenteil. Und genauso ist es in dem Fall dieses Leserbriefes, wenn der Sohn sich outet, dass er gleichgeschlechtlich empfindet und auch gleichgeschlechtlich liebt. Die Eltern werden, gerade wenn sie gläubig sind, diesem Kind, diesem Sohn oder dieser Tochter doch nicht den Segen verweigern.

Ich war nicht glücklich über diese Erklärung der Glaubenskongregation. Und zwar aus dem einfachen Grund: Die Botschaft, die medial rübergekommen ist in der ganzen Welt, war nur ein ‚Nein‘. Und zwar ein ‚Nein‘ zum Segen; und das ist etwas, was viele Menschen zuinnerst verletzt, als würden sie spüren und sagen: ‚Mutter, hast du keinen Segen für mich? Ich bin doch auch dein Kind.‘

Die Kirche ist, wie man traditionellerweise sagt, Mater et Magistra, Mutter und Lehrerin. Sie muss lehren, aber sie ist zuerst Mutter. Und viele gleichgeschlechtlich Empfindende und Lebende sind gerade in dieser Frage besonders sensibel: ‚Ist uns die Kirche Mutter?‘ Und sie bleiben Kinder Gottes. Und sie wollen auch die Kirche als Mutter sehen und deshalb hat diese Erklärung viele so besonders schmerzlich getroffen, weil sie das Empfinden haben, sie werden von der Kirche abgelehnt.

Dass hinter dem Anliegen dieser römischen Erklärung auch ein positives Anliegen gefunden werden kann, ist überhaupt nicht rübergekommen.

Nämlich die hohe Wertschätzung der sakramentalen Ehe, die in der heutigen Welt fast schon eine Seltenheit geworden ist. Die aber etwas Großes und Heiliges ist, der Bund von einem Mann und einer Frau. Ein Bund fürs Leben, vor Gott versprochen und geschlossen, der dann auch zu Kindern führen kann, die als Geschenk Gottes empfunden werden.

Deshalb ist das berechtigte Anliegen der Glaubenskongregation, dass durch eine Segnungsfeier nicht der Eindruck entsteht, dass hier eine sakramentale Ehe geschlossen wird.

Aber dieses „Ja“ zur Familie muss man nicht in einem „Nein“ zu allen anderen Formen sagen. Die Kirche hat sich längst daran gewöhnt – es war ein schmerzlicher, lange Prozess -, dass sie nicht die einzige Stimme ist, die über Partnerschaften ein Wort zu sagen hat. Seit dem 19. Jahrhundert hat der Staat die Souveränität der Kirche über die Ehe zurückgenommen, und es ist für uns selbstverständlich - auch für die Kirche -, dass man sich zuerst zivil verheiratet, ehe man kirchlich heiratet. Und trotzdem ist das staatliche Verständnis von Ehe als einem Vertrag etwas wesentlich anderes als das Verständnis der sakramentalen Ehe. Damit leben wir längst.

Die Frage, ob man gleichgeschlechtliche Paare segnen kann, gehört in die gleiche Kategorie wie die Frage, ob dies bei Wiederverheirateten oder Partnerschaften ohne Trauschein möglich ist. Und hier ist meine Antwort relativ einfach:

Wenn die Bitte um den Segen keine Show ist, also nicht nur eine Art Krönung von einem äußerlichen Ritual, wenn die Bitte um den Segen ehrlich ist, es wirklich die Bitte um den Segen Gottes für einen Lebensweg ist, den zwei Menschen, in welcher Situation auch immer, zu gehen versuchen, dann wird man ihnen diesen Segen nicht verweigern.

Auch wenn ich als Priester oder Bischof sagen muss: ‚Das ganze Ideal habt ihr nicht verwirklicht. Aber es ist wichtig, dass ihr euren Weg auf der Basis menschlicher Tugenden lebt, ohne die es keine gelungene Partnerschaft gibt.‘ Und das verdient einen Segen. Ob die richtige Ausdrucksform dafür eine kirchliche Segnungsfeier ist – darüber muss man gut nachdenken.


 

Der tschechische Priester und Soziologe Tomas Halik bietet eine gelungene Deutung der Corona-Pandemie aus der Sicht von Glauben und Vernunft.
Für Sie gelesen .

Seine Bücher sind Grundnahrungsmittel für den Geist: Nüchtern, nahrhaft, ermutigend und dialogfähig.

Die Rede ist vom tschechischen Priester Tomas Halik, der 1978 heimlich zum Priester geweiht wurde und der ein enger Mitarbeiter von Kardinal Tomasek und Vaclav Havel war.

Halik ist Professor für Soziologie und Pfarrer der Akademischen Gemeinde Prag. In seinem jüngsten Buch „Die Zeit der leeren Kirchen“ finden sich die Predigten, die er von Aschermittwoch bis Pfingsten 2020 in seiner Gemeinde gehalten hat. Vom dritten Fastensonntag bis Pfingsten war die Kirche geschlossen, Halik predigte in einer fast leeren Kirche.

Es sind Predigten, die mit aller Deutlichkeit den Finger in die Wunden der Gegenwart legen und zugleich auch schon Wege der Heilung aufzeigen. Ist doch der Glaube, so Halik, „das Medikament gegen die Panik und gegen die Angst“.

Haliks Fazit angesichts der Corona-Krise: „Auch im Christentum muss etwas sterben, um dann in einer neuen, verwandelten Gestalt auferstehen zu können. Und diese neue Gestalt wird bereits geboren und wir können Zeugen und aktive Teilnehmer dieser Geburt sein.“

Er findet immer klare Worte: „Die Eucharistie ist keine Belohnung für ein gutes Verhalten, keine Torte für die Klassenbesten in der Schule Gottes. Sie ist panis viatorum, das Brot für unterwegs, und wer sich nicht auf den Weg begeben will, wer nur stehen bleiben und zurückschauen will, der soll es nicht essen.“

Mein Fazit:
Auch dieses Halik-Buch ist einfach unverzichtbar. Ein Trost- und Hoffnungs-Buch in Zeiten wie diesen.

Tomas Halik, Die Zeit der leeren Kirchen. Von der Krise zur Vertiefung des Glaubens, Herder-Verlag, 208 Seiten,
ISBN: 978-3-451-38994-8, 20,60 Euro


 
 

Glaube ist mehr als ein Für-Wahr-Halten von Sätzen. Er muss einfach unter die Haut gehen, ist Universitätsprofessor Gisbert Geshake überzeugt.
 

 Universitätsprofessor Gisbert Greshake
Universitätsprofessor Gisbert Greshake

Ich wurde in eine tiefgläubige Familie hineingeboren, in welcher Glaube und Leben aus dem Glauben einen selbstverständlichen, festen Platz hatten, wenngleich durchaus auch kritisch über kirchliche Verhältnisse und Vorgänge diskutiert wurde“, erzählt Universitätsprofessor Gisbert Greshake dem SONNTAG. „Hinzu kam eine in schlimmen Kriegstagen sehr lebendige Pfarrgemeinde, in der ich von Anfang an aktiv tätig war.

Bei all dem erfuhr ich, dass der Glaube mein Leben trägt, es sinnvoll macht und ihm Weite und Hoffnung gibt", betont Greshake, der am 18. Februar bei den „Theologischen Kursen“in Wien zum Thema „Glaube als Für-wahr-Halten oder als Sich- -Gott-Öffnen" sprechen wird.

  • Was besagt der vielzitierte Satz von P. Karl Rahner SJ: „Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein, … oder er wird nicht mehr sein!"?

Rahner selbst erläutert das Wort „Mystiker" durch den Zusatz: „einer, der etwas ‚erfahren‘ hat". Das heißt so viel wie: einer, dem der Glaube wirklich „unter die Haut gegangen" ist, - einer, der vom Glauben innerlich „zutiefst getroffen" wurde, - einer, dem das Leben aus dem Glauben zum „integralen Teil der eigenen Existenz" wurde.

Welche Bilder (!) auch immer man da verwendet: Sie verweisen alle darauf, dass Glaube mit ganz persönlicher „Erfahrung" zu tun hat. Und ohne solche Erfahrung kann ein Christ nach dem Ende der Volkskirche wohl kaum noch seinen Glauben durchhalten.

  • Was meint hier „Glaube"?

Um bei Rahner zu bleiben: Er definiert Glauben so: Glaube ist „das bedingungslose Sichöffnen für die Wirklichkeit Gottes, damit diese Macht über uns gewinnt, uns bestimmt und ein Stück der eigenen Wirklichkeit wird". Gewiss hat der Glaube auch noch andere Facetten. Aber immer gehört zu seinem Wesen, dass man sich Gott „öffnet", sich ihm anvertraut und zur Verfügung stellt und damit eine „exzentrische Verlagerung" der eigenen Person vornimmt: Das Ich bricht aus seiner Selbstbezogenheit und Enge aus und überschreitet sich auf Gott hin. In ihm findet es Grund, Sicherheit und Ziel des Lebens.

  • Ist der Glaube auch mit einem Für-wahr-Halten von Sätzen verbunden?

„Glaubenssätze", wie z. B. Dogmen, gehören insofern zum Glauben, als sie uns sagen, wer dieser Gott ist, dem man sich im Glauben anvertraut. Ist er das „höchste Wesen", Grund der Welt und Garant der Sittlichkeit? Ist er „oberster Weltbaumeister" in erhabenen Höhen über uns? Oder zeigt er sich als „das Unbedingte" in uns? So könnte man fortfahren mit Gottesvorstellungen aller nur erdenklicher Art.

Angesichts dieser Vielfalt kann Glaube nicht darin bestehen, sich einem „Gott", der ein vieldeutiges X ist, zu überlassen. So würde der Glaube ins Unbestimmte und Leere gehen. Zum Glauben gehört vielmehr ein bestimmter, und darum auch in Sätzen fassbarer Inhalt, der darüber Auskunft gibt, wer dieser Gott ist, an den man glaubt.

Solche „Auskunft" kann nur Gott selbst geben, wenn und indem er sich – wie der Fachausdruck lautet – „offenbart", d. h. sich durch Werke der Schöpfung und heilsgeschichtliche Taten dem Menschen erschließt.

  • Wie sieht ein zukunftsfähiges ganzheitliches Verständnis von Glauben aus?

Es sollte vor allem ganz deutlich werden, dass man nicht an „Sätze" (Dogmen usw.) und damit an bestimmte „Sach"-verhalte glaubt, sondern an die personale Wirklichkeit Gottes, dessen Wesen und Handeln in „Sätzen" nur zum Ausdruck gebracht werden.

Dabei lassen sich alle Glaubenssätze verstehen als Aspekte der einen und einzigen Wahrheit, dass Gott sich uns in Liebe mitteilt. Deswegen erhalten sie auch alle ihre angemessene Interpretation allein von dieser Mitte her: von Gott als dem absoluten Geheimnis in seiner unbegreiflichen liebenden Hinwendung zum Menschen. Und Glaube besteht darin, sich dieser Unbegreiflichkeit Gottes zu überlassen und anzuvertrauen.

So ist der Glauben in seinem Wesen weder eine (objektive) Lehre, noch zielt er als „moralischer Glaube" primär auf die Einhaltung sittlicher Normen (so sehr er sich davon auch nicht dispensieren lässt), sondern ist ein „lebenspraktischer" bzw. ein „mystischer" Glaube, der sich von der Liebe Gottes ergreifen und davon in Zuversicht, Vertrauen und Hoffnung sein Leben prägen lässt.

  • Wenn Glaube mehr ist als ein Gefühl, welche Rolle spielt dann das Glaubens-Wissen?

Vom bereits Gesagten her ist wohl schon deutlich: Glaubens-Wissen ist eine Größe zweiter Ordnung. Sie ist zwar unabdingbar wichtig, soll Gott nicht ein nebelhaftes X bleiben, aber nur im Akt des Glaubenshingabe selbst hat sie – wie unter „Frage 3" gezeigt – ihre Bedeutung.

  • Inwieweit kommt auch die Erfahrung beim Glauben ins Spiel?

Glaubenserfahrung ist ein äußerst vieldeutiges Wort, das auf sehr Unterschiedliches – bei jedem Glaubenden anders – verweist. Aber weil der Glaube es mit meinem konkreten Leben zu tun und eben darin seinen konkreten Platz hat, löst das „Konkretsein" des Glaubens auch Erfahrungen ganz unterschiedlicher Art aus: Erfahrungen im Denken und Fühlen, Erfahrungen im Umgang mit anderen und mit der Umwelt, Erfahrungen im Arbeitsleben und in der Freizeit ...

In diesen ganz verschiedenen Bereichen führt das glaubende Bewusstsein, vor Gott, mit Gott und in Gott sein Leben zu führen, Erfahrungen unterschiedlichster Art aus, die gerade weil sie so unterschiedlich sind, in einem Glaubensgespräch auch ausgetauscht werden können und sollten.

  • Brauchen wir Väter und Mütter im Glauben?

Unbedingt! Wobei heute oft „biologische" Väter und Mütter und Väter und Mütter „im Glauben" nicht identisch sind. Aber für das Zum-Glauben-Kommen ist es äußerst wichtig, im Laufe des Lebens Menschen zu begegnen, die exemplarisch und überzeugend ihren Glauben so leben, dass von ihnen etwas Ansteckendes ausgeht und auf andere „überspringt".

  • Ist der Zweifel so etwas wie der Bruder des Glaubens?

Für mich ist der Satz aus dem Markus-Evangelium (9,24) „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!" eine der wichtigsten Aussagen über den Glauben. Denn die Bereitschaft, aus dem Glauben zu leben, trifft faktisch immer auch auf Zweifel, Vorbehalte und gegenläufige innere Antriebe.

Im Bild gesprochen: Unser Inneres ist wie ein „Missionsland", in dem es neben „bekehrten Zonen" ebenso noch vom Glauben unerreichte oder nicht voll erreichte Regionen gibt. So entstehen Zweifel und Vorbehalte; und sie werden bleiben. Unsere eigene „Missionierung" ist noch längst nicht abgeschlossen!

  • Wie können Glaube und Vernunft zusammenspielen?

Dazu nur ein kleiner Hinweis: Martin Luther spricht einmal von der „Hure" Vernunft, die sich jedem „an den Hals wirft" und „zu Willen ist". Damit ist gemeint: Die Vernunft wird, mag sie auch in sich selbst noch so „vernünftig" sein und vernünftig denken und vernünftig argumentieren, in ihrer letzten Ausrichtung nicht von sich selbst, sondern vom Willen her bestimmt und geleitet: Sie denkt auf dieses oder jenes Ziel hin, in diesem oder jenem Interesse, entscheidet sich in rational unentscheidbaren Fragen für dieses oder jenes. So vollzieht sich die Ratio stets in einem „Horizont", der nicht (allein) von ihr selbst stammt.

Der Glaube lässt sich nun als eine Weise verstehen, der Vernunft einen sinnvollen „Horizont" zu eröffnen, in welcher sie sich als Vernunft und in vernünftiger Weise verwirklichen kann.

Umgekehrt kann die Vernunft den Glauben eingehender, reflektierter und systematischer durchdringen sowie mit den Dimensionen der übrigen Wirklichkeit verknüpfen, auf dass der Glaube in unser Leben, das so weitgehend von der Vernunft, von vernünftigem Nachdenken und Argumentieren geprägt ist, tiefer und „passender" eingebettet sein kann.

 
 
 
 
 
 
Religionssoziologin Isabelle Jonveaux im Interview

Askese und Eros im Christentum

Isabelle Jonveaux: „Die Askese wird heutzutage eher sehr negativ betrachtet.“
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  • Isabelle Jonveaux: „Die Askese wird heutzutage eher sehr negativ betrachtet.“
  • Foto: Gjecaj
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Es ist in Wahrheit ein Jammer: Schnell wird das Christentum bis heute mit Askese als Abtötung verbunden. Zugleich wird dem Christentum auch noch Leibfeindlichkeit vorgeworfen. Als ob der Eros kein Heimatrecht im Christentum besitzen würde.
Die Religionssoziologin Isabelle Jonveaux erläutert im Gespräch mit dem SONNTAG die richtig verstandene Askese und klärt über Vorurteile auf.

Noch immer wird das Christentum bis heute mehr mit Askese und Verzicht verbunden, weniger mit Eros. Warum hatte und hat es der Eros im Christentum oft so schwer?

„Die klösterliche Askese hat sich oft auf die sexuelle Dimension kristallisiert, aber es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die Verurteilung des Körpers erst später, im Mittelalter, erfolgte“, sagt Isabelle Jonveaux.

Jonveaux ist Religionssoziologin und unterrichtet in Graz und in Linz. Sie arbeitet seit 2004 zum Forschungsbereich „Klosterleben“ (zunächst in Europa; derzeit in Afrika und Lateinamerika) und hat sich besonders mit dem Thema der Askese – auch in deren heutiger Entwicklung – beschäftigt.

2018 ist ihr Buch „Mönch sein heute. Eine Soziologie des Mönchtums in Österreich“ erschienen. Jonveaux spricht am 26. November bei den „Theologischen Kursen“ in Wien über „Eros & Askese“. „Die Asketen der Wüste verurteilten nicht den Körper als solchen, sondern bekämpften die Dämonen, die ihn versuchten.

Die volle Enthaltsamkeit für das ganze Leben war etwas Neues in einer Gesellschaft, in der es einige Formen sexueller Abstinenz gab, aber meist nur für eine bestimmte Zeit, nicht für das ganze Leben“ sagt Isabelle Jonveaux: „Viele Mönche und Nonnen haben mir gesagt, dass der Zölibat oder die Keuschheit überhaupt nicht das Schwierigste sind im Klosterleben. Aber das ist oft die Dimension, die von der Gesellschaft am wenigstens verstanden ist.“ Im SONNTAG-Gespräch erläutert Isabelle Jonveaux die Dimensionen einer richtig verstandenen Askese.

  • Was meint „Askese“ als „üben, trainieren“ eigentlich wirklich?

Isabelle Jonveaux: Askese (askesis, üben, trainieren auf Griechisch) ist im christlichen religiösen Bereich eine Disziplin, der man sich (freiwillig) widmet, um in der Beziehung zu Gott zu wachsen und sich von irdischen Vergnügungen zu lösen. All dies sollte dazu beitragen, für seine Erlösung und das ewige Leben zu arbeiten.

  • Warum war das frühe Klosterleben in der Wüste oft von strenger Askese gekennzeichnet?

Das frühe Klosterleben in der Wüste war von strenger Askese gekennzeichnet, weil die Idee der Buße sehr stark war. Das christliche Klosterleben hat sich ursprünglich als Flucht der Gesellschaft in die Wüste in Syrien und Ägypten gegründet.

Diese Flucht wurde als ein starkes Zeichen des Protests gegen eine dekadente Gesellschaft und sogar gegen die Kirche, die sich mit der Welt kompromittiert hat. Deswegen waren Sühne und Buße so wichtig, nicht nur für die Sünde der Mönche und Nonnen selbst, sondern auch der Gesellschaft.

  • Was dürfen wir unter den „Dämonen“ verstehen, von denen die Asketen oft geplagt wurden?

Ich bin keine Theologin und werde jetzt nicht diskutieren, ob die Dämonen wirklich so den Asketen erschienen sind oder nicht. Aber man kann auch die Dämonen für die Verkörperung der Versuchungen sehen. Gerade in einer Zeit, in der die heutigen Instrumente der Psychoanalyse und Traumdeutung fehlten, können wir auch hier eine Interpretation der Bewegungen des Unbewussten sehen.

  • Oft ist die Rede von sogenannten „Versuchungen“. Geht es da nur um die sexuelle, „fleischliche“ Komponente oder um mehr?

Die Versuchungen betreffen nicht nur die sexuelle Komponente, sondern alle Bewegungen von Körper und Geist, die sich von dem endgültigen Ziel der Beziehung zu Gott entfernen können. Es ging darum, so viel wie möglich in den Dingen des Himmels zu leben. Die Versuchung kommt, wenn die Möglichkeit besteht, die Askese zu übertreten.

  • Welchen Sinn hatte diese christliche Askese damals?

Askese stand nie oder sehr selten im Zentrum der christlichen (katholischen) Spiritualität im Allgemeinen. Sie war im Wesentlichen denjenigen vorbehalten, die beschlossen hatten, die Gesellschaft zu verlassen, um sich ganz der Suche nach der Erlösung zu widmen. Mit der Askese sollte für Sünden gesühnt und trainiert werden, allen Versuchungen zu widerstehen, mit dem letzten Ziel der Erlösung.

  • Welche Bedeutung hat die Askese für den heutigen Christenmenschen?

Die Askese wird heutzutage eher sehr negativ betrachtet. Das Wort wird in der Katholischen Kirche oder in den Klöstern selten verwendet. Sie gilt als Feindin aller Freuden und damit letztlich des Lebens im Allgemeinen. Insbesondere die sexuelle Askese wird in der heutigen hypersexualisierten Gesellschaft nicht verstanden.

Gleichzeitig tauchen jedoch neue Formen säkularer Askese auf, die ein spirituelles Ziel haben können oder auch nicht, und die manchmal, ohne den Namen zu tragen, strenger sein können als die alte klösterliche Askese. Die neuen Formen des Fastens sind ein Beispiel dafür.

  • Gibt es in den heutigen Klöstern noch die asketische Lebensweise?

Auf den ersten Blick sieht das heutige Klosterleben viel weniger asketisch aus als früher, besonders in Österreich und besonders in den Männerklöstern. Es wird in den Klöstern – laut den Mönchen und Nonnen selber – wenig noch gefastet, viele Mönche haben ein eigenes Bankkonto, manchmal eigenes Bad im Zimmer, können Freizeitaktivitäten außerhalb des Klosters machen, usw. Aber dieser erste Eindruck bedeutet nicht, dass das Klosterleben nicht mehr asketisch ist, auch wenn das Wort kaum verwendet wird.

Erstens sind Grundpfeiler der Askese immer noch sehr präsent, wie z.B. die Keuschheit oder das Gemeinschaftsleben mit seinen positiven und negativen Seiten. Andere Dimensionen des Lebens erscheinen heutzutage für die Mönche und Nonnen als schwieriger als traditionelle Grundpfeiler der Askese.

Beispielsweise ist eine Disziplin gegenüber Internet und Handy für viele Nonnen und Mönche schwieriger als das Fasten. Die Askese behält nur ihren Sinn, wenn sie sich zu jeder Epoche und jeden Ort anpasst. Allein die Tatsache, sein ganzes Leben Gott zu übergeben und für immer in eine Gemeinschaft einzutreten, in der man ein Gehorsamsgelübde ablegt und damit auf eine bestimmte Form der Freiheit verzichtet, ist an sich schon eine Askese für die heutige Gesellschaft. Auf der anderen Seite sind die bewussten asketischen Übungen, die man braucht, um sich im Kampf gegen Versuchungen, wie z.B. Kasteiungen oder Selbstgeißelung zu trainieren, fast verschwunden.

  • Wie lassen sich Eros und Askese vereinbaren?

Die Keuschheit im Kloster ist zwar gleich geblieben in dem Sinn, dass die Mönche und Nonnen enthaltsam leben (Zölibat, Verzicht auf gelebte Sexualität), aber eine neue Interpretation der Keuschheit lässt sich auch beobachten. Lange Zeit bedeutete Keuschheit im geweihten Leben die komplette Verneinung der Sexualität und der Triebe.

Auch heute beinhaltet das Gebot der Keuschheit nach wie vor einen Verzicht auf gelebte Sexualität, aber es handelt sich nicht mehr um eine allgemeine Verneinung und Verurteilung der Sexualität. Die Sexualität als Teil der Körperlichkeit ist heute anerkannt, wie dieses Zitat eines kanadischen Benediktiners zeigt: „Nehmen wir unsere Sexualität mit Optimismus und Selbstbeherrschung bewusst als Teil unserer Verantwortlichkeit an. Gott hat sie uns gegeben als etwas Schönes und Dynamisches.“

Die Rolle der Askese besteht nicht mehr darin, die Sexualität zu unterdrücken oder zu verneinen, sondern sie auf gute Bahnen zu lenken. Das Verlangen als solches ist nichts Schlechtes; entscheidend ist, was der Mönch oder die Nonne damit macht – das ist die Aufgabe der gelebten Keuschheit. Man beobachtet auch einen neuen Umgang mit dem Körper, der viel positiver ist, z.B. auch durch Sport.

 
 
 
 
Die Kunst der guten Entscheidung

Warum Kopf und Bauch miteinander streiten

Beide – Kopf und Bauch – haben uns in Entscheidungssituationen etwas zu sagen. Dummerweise streiten Kopf und Bauch oft miteinander. Das Herz steht für die Mitte unserer Person und befähigt uns zu einer ganzheitlichen Wahl. Es nimmt wahr, welche Entscheidungsoption stimmig ist. Ob sie also zu uns als Person passt oder nicht.
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  • Beide – Kopf und Bauch – haben uns in Entscheidungssituationen etwas zu sagen. Dummerweise streiten Kopf und Bauch oft miteinander. Das Herz steht für die Mitte unserer Person und befähigt uns zu einer ganzheitlichen Wahl. Es nimmt wahr, welche Entscheidungsoption stimmig ist. Ob sie also zu uns als Person passt oder nicht.
  • Foto: Manuela Holzer-Horny
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Eine gute Entscheidung und eine gute Wahl sind keine Glückssache, sondern wirklich eine Kunst. In ihrem Buch „Entscheide dich und lebe“ zeigt die Wiener Ordensfrau und Bestsellerautorin Sr. Melanie Wolfers SDS, wie gute Entscheidungen gelingen können. Warum dabei Kopf und Bauch oft miteinander streiten und welche Rolle dann das Herz dabei spielen kann.

Ob auch Sr. Melanie Wolfers schon einmal eine Entscheidung getroffen hat, die sie dann später bereut hat? „Selbstverständlich! Und nicht nur eine“, sagt Sr. Melanie Wolfers SDS zum SONNTAG. „Doch noch mehr habe ich bereut, wenn ich aus Angst etwa vor einer Fehlentscheidung oder vor dem Echo anderer eine anstehende Entscheidung verpasst habe“, betont die Ordensfrau und Bestsellerautorin: „Denn das meiste Unglück entsteht nicht aus Fehlentscheidungen, sondern aus fehlenden Entscheidungen.“

  • Warum ist Entscheiden eine Kunst?

Zum Glück ist eine gute Entscheidung keine Glücksache, sondern eine Kunst. Zu ihr gehört zum einen das Wissen, wie wird den Prozess des Entscheidens klug und umsichtig gestalten können. Zum anderen das tägliche Einüben und Ausüben dieser Kunst. Unser Alltag bietet genügend Gelegenheit dazu.

  • Warum liegt in der Fähigkeit zum Verzicht eine der wichtigsten Voraussetzungen für sinnvolle Entscheidungen?

Jede Ent-scheidung für etwas bedeutet zugleich ein Aus-scheiden von anderen, oft auch anziehenden Alternativen. Je nachdem, worum es geht, kann dieser Verzicht wehtun. Es ist einfach so: Allein in dem Maße, in dem wir bereit und fähig sind, auf etwas zu verzichten, werden wir uns positiv für anderes entscheiden können. Denn auch wenn es schade ist: Wir können nicht gleichzeitig auf 100 Hochzeiten tanzen, sondern nur auf einer.

  • Wie kann eine Entscheidung ganzheitlich getroffen werden?

Indem wir aufmerksam sind auf alle Kräfte, die uns zum Entscheiden befähigen: auf die Impulse von Kopf und Bauch, auf unsere intuitive Kraft und die Sprache des Körpers, auf die leise Stimme der Sehnsucht und unseres Herzens. Ich finde es großartig, wie reich begabt wir alle sind! Und damit diese Gaben zum Tragen kommen, gilt es, dass wir unseren Scheinwerfer regelmäßig nach innen richten und wahrnehmen, was in uns vorgeht.

  • Was macht den Kopftyp, den Bauchtyp und den Herztyp aus?

Viele haben in dem Miteinander von Fühlen und Denken ein Stand- und ein Spielbein. Der Kopftyp lässt sich in seinem Wählen bevorzugt vom Kopf leiten, der Bauchtyp vom Gefühl. Der Herztyp lässt Kopf und Bauch zu Wort kommen. Er wägt deren Impulse ab und entscheidet dann aus dem Herzen; aus seiner Personenmitte.

  • Warum bilden Kopf und Bauch ein Traumteam?

Beide – Kopf und Bauch – haben uns in Entscheidungssituationen etwas zu sagen. Mit dem Verstand argumentieren wir; schätzen Folgen ein, orientieren uns an Werten und Zielen und entscheiden planvoll. Der Bauch steht für unser emotionales Gedächtnis. Es ist ein großer Erfahrungsspeicher, der uns Hinweise gibt, was uns gut tut und was wir besser vermeiden sollten. Gelingt die Kooperation von Kopf und Bauch, ist ein Traumteam am Start

  • Warum wählt man nur mit dem Herzen gut?

Dummerweise streiten Kopf und Bauch oft miteinander. Es braucht eine moderierende Kraft in uns, die abwägt, was von Kopf und Bauch an Impulsen daherkommt, und dann entscheidet. Und dies ist das Herz. Das Herz steht für die Mitte unserer Person und befähigt uns zu einer ganzheitlichen Wahl. Es nimmt wahr, welche Entscheidungsoption stimmig ist. Ob sie also zu uns als Person passt oder nicht.

  • Sie sprechen im Hinblick auf das Thema Entscheidung auch von den 4 „F“. Was ist damit gemeint?

Wenn das Herz seine Zustimmung zu einem konkreten Vorhaben gibt, dann stellt sich das Empfinden von Stimmigkeit ein. Von Josef Maureder inspiriert spielen für mich persönlich im Hören auf mein Herz vier Fs eine wichtige Rolle: Welche Option führt mich mehr zu einem inneren Frieden? Mehr zu einer echten Freude? Zu einer inneren Freiheit? Und zu einer wachsenden Freundschaft mit mir und mit anderen?

  • Wie sieht die dreifache Aufmerksamkeit für eine gute Entscheidung aus?

Die drei Bausteine lassen sich mit folgenden Fragen ausdrücken:

  1. Was kann ich?
  2. Was will ich?
  3. Was soll ich?

Zum ersten Baustein: Für eine tragfähige Entscheidung braucht es zuallererst ein gutes Fundament. Dieses besteht darin, dass wir unseren Stärken und Schwächen Rechnung tragen. Das bedeutet: In allem, was Ihnen leicht von der Hand geht, woran Sie Freude und was Sie sich im Lauf des Lebens angeeignet haben – in all dem liegt ein Wink für eine gute Wahl.

  • Können Sie die fünf Phasen eines Entscheidungsprozesses kurz erläutern?

Der Prozess beginnt damit, dass jemand überhaupt erst einmal wahrnimmt, wenn eine Entscheidung von ihm gefordert ist – anstatt die Herausforderung mehr oder weniger bewusst zu übersehen. Die zweite Phase besteht darin, die Entscheidung vorzubereiten. Dazu gehört etwa, die Frage klar zu formulieren, sich Infos einzuholen und den Zeitrahmen abzustecken. Drittens gilt es dann, die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten anhand von Kriterien abzuwägen. Um dann viertens die Entscheidung zu treffen und diese fünftens konkret umsetzen und auswerten.

  • Warum gibt es keine perfekte Entscheidung?

Dafür gibt es viele Gründe. Ein Grund liegt darin, dass Sie gar nicht wissen können, welche Lösung sich zukünftig als die beste erweisen wird. Denn dazu müssten Sie in die Zukunft schauen können. Entscheiden können wir nur vorwärts.

Beurteilen, ob eine Entscheidung richtig war, können wir nur rückwärts. Wenn Sie also nach der perfekten Lösung suchen und davon ausgehen, dass es nur eine richtige Antwort gibt, dann schlittern Sie entweder in eine Entscheidungsblockade hinein oder Sie ebnen einer Enttäuschung den Weg.

 
 
 
 
 
 

 

 

Kann man im Wald besser beten?

 
  • Natürlich können mir die Einsamkeit und die Schöpfung Hilfen sein, um meine persönliche Gottesbeziehung zu fördern, das hat niemand vorzuschreiben, aber…
  • 13.08.20
 
 
 

Zeit für meinen Glauben

 
https://www.meinekirchenzeitung.at/tag/zeit-für-meinen-glauben?loc=wien-noe-ost-der-sonntag 

 
 
 

 

Strukturreformen in der Kirche

Das Pastoralkonzept der Pfarre Edlitz

Pastoralkonzept Pfarre Edlitz

Was ist ein Pastoralkonzept?

Der Begriff Pastoral kann auch mit Seelsorge übersetzt werden. Es geht also darum, den Menschen

zu helfen, aus dem Glauben heraus ihr Leben zu meistern. Das beinhaltet Begleitung, Gespräch und

das Angebot der Sakramente. Die obersten Pastoren sind der Papst und die Bischöfe, aber jeder

Christ ist zur Seelsorge berufen. Daher ist es auch unsere Aufgabe als Pfarre, Seelsorge zu betreiben

und die entsprechenden Angebote für die Menschen in der Pfarre zu stellen.1

Ein Pastoralkonzept hält die pastoralen Aktivitäten und Entwicklungen in einer Pfarre schriftlich fest.

Es beinhaltet außerdem auch Ziele und konkrete Veränderungsvorschläge für die Zukunft unserer

Pfarre. In diesem Fall ist geplant, dieses Pastoralkonzept bis zum Ende der derzeitigen

Pfarrgemeinderats-Periode umzusetzen. Am Ende soll dieses Pastoralkonzept evaluiert werden und

dient somit für die zukünftige Planung und Weiterentwicklung der Pfarre.

Durch die Veröffentlichung des Pastoralkonzepts soll bei der Bevölkerung Klarheit über die

Geschehnisse in der Pfarre geschaffen werden. Alle sollen die Möglichkeit bekommen, sich mit ihren

Ideen einzubringen und somit die Entwicklung unserer Pfarre in eine positive Richtung

voranzutreiben. Vorschläge aller Art und Feedback zum Pastoralkonzept können jederzeit in den

Feedback-Boxen in den Kirchen sowie per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! abgegeben werden.

Wir freuen uns über Ihre Mitarbeit und Ihre Ideen!

Was ist unser Auftrag als Kirche?

Im Evangelium steht: „Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein“ (Mk 10, 43). Das gilt

auch für unsere Gemeinschaft als Kirche: Unsere Aufgabe ist es, sowohl Gott als auch uns gegenseitig

zu dienen und somit Seelsorge zu betreiben. Jeder und jede von uns ist dazu aufgerufen, nach seinen

oder ihren Möglichkeiten dieser Gemeinschaft in irgendeiner Weise zu dienen. Somit wollen wir auch

Sie herzlich dazu einladen, sich in den verschiedensten Gruppen unserer Pfarre zu engagieren!

Das Ziel unserer Kirche ist die Gemeinschaft und Verbundenheit - einerseits untereinander,

andererseits mit Gott. Und jede einzelne Person in unserer Pfarre ist dazu aufgerufen, sich dabei

einzubringen und am Reich Gottes mitzuwirken!

1 https://www.erzdioezesewien.

at/site/nachrichtenmagazin/magazin/kleineskirchenlexikon/article/42454.html , zuletzt aufgerufen am

12.6.2018

 

Über den Lebensraum und die Menschen im Pfarrgebiet

Folgende Aktivitäten finden in unserer Pfarre statt:

Veranstaltungen in der Pfarre

Veranstaltungen im Jahreskreis:

• Adventkranzverkauf

• Adventkranzsegnung

• Adventkranzsegnung in den Schulen

• Nikolausaktion

• Adventmarkt in Grimmenstein am 8.12.

• Kirchweihfest in Grimmenstein

• Adventandachten

• „Kindermette“ am 24.12.

• Sternsingen

• Palmbesenbinden + Palmbesenverkauf

• Kreuzwegandachten

• Suppensonntag am Familienfasttag (KFB)

• Ratschen (Ministranten)

• Maiandachten

• Erstkommunion

• Pfingstmontagsmesse in Thomasberg

• Firmung

• Fronleichnamsprozession

• Ministrantenfußballturnier

• Ministrantenausflug

• Pfarrschnitzeltag

• Kräutersegnung

• Augustinischoppen

• Pfarrwallfahrt

• Erntedankfest + Bauernmarkt

Besondere Messen:

• Taufen

• Kindermessen

• Jugendmessen

• Hochzeiten

• Seniorenmessen

• Begräbnisse

Wiederkehrende Veranstaltungen:

• Ministrantenstunden (Minis)

• Erstkommunion-Vorbereitung

• Firmgemeinschaftstage

• Jugendstunden (KJ)

• Frauen-Runden (KFB)

• Männer-Runden (KMB)

• Pfarrcafés

• Krankenkommunion & Besuchsdienste

 

Kirchliche Orte in unserer Pfarre

• Pfarrkirche Edlitz

• Kirche Grimmenstein

• Kapelle Hochegg (+ Krankenhaus)

• Kapelle Hütten

• Kapelle Olbersdorf

• Kapelle Thomasberg

• Kapelle Wiesfleck

• Friedhof Edlitz

• Pfarrhof Edlitz

• Feuerwehrfeste, Sportler, Maibaumumschnitt,… à Hinaustragen des Glaubens

Gruppen in unserer Pfarre

Folgende Gruppen kümmern sich um diverse Bereiche unseres Pfarrlebens. Für jede Alters- oder

Interessensgruppe ist etwas dabei. Bei uns sind alle herzlich willkommen mitzumachen - bei Interesse melden

Sie sich gerne bei den jeweiligen Ansprechpersonen, die Sie auf der Website der Pfarre Edlitz2 finden können!

Pfarrgemeinderat (PGR)

Die Aufgaben des PGR werden durch die Konferenz der PGR ReferentInnen der

Diözesen Österreichs wie folgt definiert:

Der Pfarrgemeinderat als Leitungsgremium

-berät in regelmäßigen Sitzungen, was zu tun ist,

-legt Ziele und Prioritäten fest,

-plant und beschließt die dazu erforderlichen Maßnahmen,

-sorgt für deren Durchführung und

-überprüft die Arbeit, ihre Zielsetzung und Entwicklung.

Das heißt für uns in Edlitz:

pro Jahr finden 4 Sitzungen statt, in denen aktuelle Themen und Termine aus und in der Pfarre

besprochen werden.

1x pro Jahr findet eine Klausur statt, zur Stärkung der Gemeinschaft und der

Zusammenarbeit. Die letzten beiden Male waren auch die Pfarrgemeinderäte der Pfarren

Scheiblingkirchen und Thernberg mit dabei. Themen waren Jugendarbeit und Mission.

Die Mitglieder des PGR helfen und organisieren auch viele Aktivitäten in der Pfarre z.B Adventandacht,

Augustinischoppen, Pfarrschnitzeltag und sind somit auch praktisch sehr aktiv.

Einige sind auch als Mesner, Lektor und Kommunionhelfer im Einsatz und somit als Ansprechpartner

sonntags oft anwesend.

Es ist uns Pfarrgemeinderäten wichtig ein gutes Vorbild zu sein. Wir wollen nicht nur die Kontakte in

der eigenen Pfarre sondern auch zu den Pfarren des Entwicklungsraumes Kirchberg Nord (bestehend

aus Pfarre Bromberg, Edlitz, Haßbach, Kirchau, Scheiblingkirchen und Thernberg) pflegen um

gemeinsame Aktivitäten zu planen. Aber auch einfach um voneinander zu lernen wie wir die Menschen

in ihrem Christsein besser unterstützen können.

Themen und Vorhaben für die Zukunft:

 

Schwerpunktthema 2019/20: Schöpfungsverantwortung Laudato si

Bewusstseinsbildung: Die Kirchen in Edlitz und Grimmenstein ergänzen sich und sind für alle

Pfarrangehörigen und Gäste von Fern und Nah da.

Willkommensgruß an Neuzugezogene und neu Geborene

Werbung für Angebote verstärken z. B. Pfarrcafe, Familienmessen…und dabei auch die

Tafeln in der Kirche besser nutzen

Augustinibote im Pfarrgebiet persönlich verteilen

Einladungen auch an Kindergärten, Schulen, Jugend , Senioren , Vereine…

Der Pfarrgemeinderat würde sich über Rückmeldungen, Anregungen und aktive Mitgestaltung sehr freuen,

damit wir eine lebendige Gemeinschaft bleiben.

Vorsitz: Pfarrer Canreg. Mag Ulrich Dambeck Tel.: 02644/7242 Mobil: 0676/9642985

E-Mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pater Kondalarao Pudota 0660 8385883

Stellvertr. Vorsitzende: Christine Brandstetter 0699 88785225 Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

im Pfarrleitungsteam mit: Beate Prenner

Johannes Gallei

weitere Mitglieder: Josef Fux

Werner Hlavka

Karl Korntheuer

Lara Milchrahm

Maria Mileder

Alois Mitsch

Elisabeth Puchegger

Christa Straka

Ludmilla Ungersböck

Franz Vollnhofer

Vermögensverwaltungsrat (VVR):

Den VVR gibt es seit nach den letzten Pfarrgemeinderatswahlen am 13.06.2017

Er kümmert sich ,wie es der Name schon sagt, um die Verwaltung der finanziellen

Mittel der Pfarre. Er beratschlagt über notwendigen Investitionen in bauliche Projekte rund um

die Kirchen und Pfarrhof. Die 6 Männer packen aber auch überall mit an wo starke Hände gefragt sind.

Stellvertr. Vorsitzender: Alois Mitsch

weitere Mitglieder: Franz Grundner

Karl Herzog

Martin Pichlbauer

Sigi Schwarz

Christian Stocker

 

Ministranten

Ansprechperson: Lara Milchrahm

Katholische Jugend (KJ)

Jugendleiterin: Katrin Zachs E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Katholische Jugend besteht in den letzten Jahren aus rund 10-15 Jugendlichen im Alter zwischen

13 und 25 Jahren. Mitmachen können alle gefirmten Jugendlichen sowie Jugendliche, die sich derzeit

in der Firmvorbereitung befinden. Zu den Hauptaktivitäten der katholischen Jugend gehören die

Gestaltung von Jugendmessen, Jugendstunden, Ausflüge und Spielabende, die Mithilfe bei diversen

Veranstaltungen in der Pfarre und im Seelsorgeraum, aber auch die Vernetzung mit anderen

Jugendgruppen der Region im Rahmen von „Junge Kirche Bucklige Welt“ und der dort angebotenen

Veranstaltungen. Des Weiteren findet einmal jährlich ein Fair-Trade-Pfarrcafé, das sogenannte „Faire

Frühstück“, statt. In den letzten Jahren übernimmt die KJ auch eine immer größere Rolle im Rahmen

der Firmvorbereitung, z.B. durch die Mitgestaltung und Teilnahme an den Jugendbibelrunden der

Firmlinge oder die Mithilfe bei Firmgemeinschaftstagen.

Im Rahmen der KJ wird außerdem ein Jugendchor - sowohl aus KJ-Mitgliedern als auch aus anderen

Jugendlichen - organisiert, der die musikalische Gestaltung der Jugendmessen in der Pfarre

übernimmt. Weitere Informationen sowie Kontaktdaten sind jederzeit über unsere Facebook-Seite

oder auf der Homepage der Pfarre abrufbar.

Alle Jugendlichen sind jederzeit willkommen, bei der katholischen Jugend und/oder dem Jugendchor

mitzuwirken und so neue Leute in der Pfarre kennenzulernen. Wir freuen uns auf euch!

Katholische Frauenbewegung (KFB)

Die Katholische Frauenbewegung gibt es in unserer Pfarre schon seit den 60er Jahren. Seit 2016 darf ich,

Christine Handler, diese Gruppe leiten. Meine persönliche Motivation für diese Tätigkeit: Ich möchte die

Fähigkeiten und Talente, die ich von Gott erhalten habe, nicht vergraben, sondern sie zum Wohl der

Menschen in unsere Pfarre nutzen.

Wir laden einige Male im Jahr ein zu verschiedenen Andachten und Frauenrunden. Wir können uns dabei

Anregungen für unser Christ-Sein holen und unseren Glauben stärken.

x) Adventkranzsegnung

x) Kreuzwegandacht

x) Anbetung beim Grab am Karsamstag

X) Maiandacht – immer am 1. Mai in der Pfarrkirche

x) Frauenrunden: Vortrag und Meinungsaustausch über verschiedene Themen (z. B.: Rosenkranz, Sakramente,

Papst Enzyklika,…)

Ein weiterer Aspekt unserer Gruppe sind praktische Tätigkeiten:

x) Beim Adventmarkt werden Kränze geflochten, Gestecke gebastelt oder Kekse gebacken und zum Verkauf

angeboten. Der Erlös daraus kommt bedürftigen Menschen unserer Pfarre zugute und wir unterstützen auch

Projekte unserer Pfarre (z.B. neues Gotteslob, Kapellenrenovierung,…)

x) Pfarrcafé

x) Beim Suppensonntag laden wir zum Suppe-Essen in den Pfarrsaal. Wir sammeln dabei für das Projekt

Familienfasttag welches in ganz Österreich läuft und Frauen-Projekte in Entwicklungsländern unterstützt.

x) Gestaltung des Marienaltar mit vielen Blumen im Mai und zu Maria Himmelfahrt

x) Mithilfe bei Agape bei Erstkommunion und Firmung

x) Kaffeehaus beim Augustinischoppen

Jedes zweite Jahr unternehmen wir eine Frauenwallfahrt. Bei einem Tagesausflug besuchen wir besondere

Kirchen und sakrale Bauten welche schon vielen Menschen Glaubenskraft gegeben haben. Wir feiern dort

gemeinsam Gottesdienst und bringen unsere Bitten und unseren Dank vor Gott.

Kontakt KFB: Christine Handler: 0664/733 133 57

Angelika Puchegger: 0664/17 41 655

Maria Grundner: 02644/ 20 31oder 0664/3139920

Katholische Männerbewegung (KMB)

Die Katholische Männerbewegung (KMB) der Pfarre Edlitz, zählt rund 40 Mitglieder. Sie besteht seit etwa 1952

und trägt ihren Teil für das Gelingen eines aktiven Pfarrlebens bei.

Vorstand seit 15. 3. 2014:

Geistlicher Leiter: Pfarrer Ulrich Dambeck

Obmann: Karl Korntheuer

Obm. Stv: Siegfried Schwarz , Johann Schwarz und Alois Mitsch

Schriftführer: Gernot Wöhrer

Kassier: Franz Vollnhofer

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Aktivistenkreis:

Für anstehende Arbeiten und für die Vorbereitung der Männerrunden trifft sich ein erweiteter Vorstand.

Zurzeit sind neben dem Vorstand folgende Männer im Aktivistenkreis:

Gottfried Bürger, Mitsch Alois, Tanzler Erich, Wöhrer Gernot, Alfred Kölbl

Männerrunden:

Die Männer der Pfarre werden drei bis viermal im Jahr nach einer hl. Messe abwechselnd im Pfarrsaal in Edlitz

oder in einen Gasthof im Entwicklungsraum St. Augustinus und Kirchau und Hassbach zu Männerrunden

eingeladen. Bei diesen Zusammenkünften werden Themen des Familienlebens, der Gesellschaft und Religion

aus katholischer Sicht behandelt und ausgiebig diskutiert. Ein gemütlicher Ausklang rundet den Abend ab.

Gäste, also Nicht-KMB-Miglieder sind immer gern gesehen und willkommen!

Unsere Veranstaltungen findest du im Terminkalender

Sonstige Aktivitäten:

Praktische Arbeiten rund um die Kirchen und Pfarrhof(Rasen mähen, Schnee schaufeln,…)

Wallfahrt nach Klosterneuburg (Diözesan-Veranstaltung)

Adventmarkt am 8.Dezember - „Fair-Trade“-Verkaufsstand in Grimmenstein

Kreuzweggestaltung

Palmbuschen binden und verteilen (Palmsonntag)

Andacht am Karsamstag beim Grab Jesu

Maiandachtgestaltung

Vorbereitungsarbeiten für Ostern, Fronleichnam, Weihnachten

Die KMB Katholische Männerbewegung - Pfarrgruppe Edlitz ist eingegliedert in die Pfarre Edlitz, in

das Dekanat Kirchberg am Wechsel, in das Vikariat Süd (unter dem Wienerwald) und in die Erzdiözese

Wien.

Leitsätze unserer Bewegung sind auf der Homepage der Männerbewegung unter www.kmbwien.at

zusammen gefasst.

 

Caritas/Hospiz

Aktivitäten der Pfarrcaritas:

-Pfarrkaffe Ende Jänner: Mit den Einnahmen hier werden vor Allem Notleidende in der

Pfarre unterstützt

-Suppensonntag in der Fastenzeit: Der Erlös geht immer an ein internationales

Sozialprojekt.

-Durchführung von diversen Sammlungen: z. B. für Mütter in Not, Die

Augustsammlung oder die Elisabethsammlung

-Besuchsdienste für Kranke und auch die Seniorenmesse im November werden

ebenfalls vom Caritas-Team mitgestaltet.

Auch hier möchten wir einladen mitzumachen. Jede helfende Hand ist herzlich willkommen.

Ansprechperson: Grundtner Maria 02644 2031 oder 06643139920

 

Fleckerlstrickerinnen...ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben

Die Fleckerlstrickerinnen sind eine Gruppe fleißiger Frauen, die regelmäßig aus gebrauchter Wolle quadratische

"Fleckerl" stricken, die dann zu Decken zusammengenäht und an bedürftige Menschen verschickt werden. Beim

Adventmarkt der Frauenbewegung können sie auch käuflich erworben werden.

Kontakt: Christine Fleck: 0664/73913347

 

Kirchenmusikausschuss in der Pfarre und Kirchenchor:

bestehend aus Musikern, Orgelspielern, Kirchenchorleiter, Kantoren die sich regelmäßig treffen um die

Gestaltung der Liturgie allgemein und zu besonderen Festen organisieren und abzusprechen. Sie möchten

auch neues ausprobieren und der Zeit anpassen um vor allem auch der Jugend einen Raum geben sich

einzubringen.

Mitglieder u. a. RR Hermann Bernsteiner,

Mag. Angelika Gausterer

Andrea Haag

Josef Haselbacher

Wolfgang Heßler

Werner Hlavka

Mag. Martina Ungersböck

Gernot Wöhrer

 

Kirchenforum Grimmenstein

Hier finden sich einmal jährlich Personen zusammen, die besonders in Grimmenstein rund um Kirche und

Gottesdienste zusammenhelfen.

Ansprechpersonen: Pfarrer Ulrich und Annemarie Schwarz

 

Kapellenverein Hochegg

Obmann: Ernst Glanz

 

Öffentliche Bücherei der Pfarre Edlitz

Ansprechperson: David Kollenhofer

 

Was sind Sorgen und Hoffnungen der Menschen in unserer Pfarre?

Generell sind für uns zwei große Trends im Leben der Menschen erkennbar:

Stress

Vormittags hier ein Termin, nachmittags dort und am Abend dann auch noch einmal - wer kennt das nicht? Oft

jagt ein Termin den nächsten und es bleibt kaum Zeit zum Entspannen. Vom Stress im Beruf über sogenannten

Freizeitstress bis hin zum Burnout - viele Menschen sind heute gestresst und leben und arbeiten am Rande

ihrer Leistungsfähigkeit.

Diesen Stress bzw. das Keine-Zeit-für-irgendetwas-haben bekommt auch die Pfarre zu spüren: Jeder Termin,

egal ob Firmgemeinschaftstag oder Ministrantenstunde, ist schwer zu organisieren, da sich immer weniger

Menschen Zeit für diverse Veranstaltungen in der Pfarre nehmen. Doch ein Glaube ohne Zeitaufwand - geht

das überhaupt?

Natürlich ist ein Pfarrleben ohne Termine nicht möglich. Trotzdem ist uns dieses Problem sehr wohl bewusst

und wir sind bemüht, die Bedürfnisse der Menschen in unsere Planungen einzubeziehen.

Abkehr von Kirche und Glauben

Einher mit dem Stress kommt oft eine Art „innere Leere“ und es ist einfach keine Zeit und kein Platz mehr im

Leben der Menschen für den Glauben. Aber auch durch vielfältige andere Gründe wenden sich immer mehr

Personen von der Kirche und dem Glauben ab, da es für sie einfach nicht mehr notwendig erscheint oder

keinen Sinn ergibt.

Genau das möchten wir versuchen zu verhindern. Anstatt eines „Schubladen-Gottes“, den wir nur herholen,

wenn es uns schlecht geht und wir ihn brauchen, möchten wir Bewusstsein für den Glauben schaffen und die

Leidenschaft in den Menschen wecken. Der Glaube sollte im Alltag verankert werden und die Gemeinschaft

innerhalb der Kirche soll noch stärker spürbar werden. Auch durch vielfältige Unterstützung um im Glauben zu

wachsen möchten wir als Pfarre helfen.

Unsere Hoffnungen für die Zukunft unserer Pfarre sind, die Menschen bestmöglich bei ihren Problemen zu

begleiten und zu unterstützen. Wir wollen versuchen, im stressigen Alltag Zeit zum Nachdenken und einen

Zugang zum Glauben an Gott zu ermöglichen. Die Gemeinschaft in der Kirche soll zudem für alle erfahrbar

werden und alle Personen dazu animieren, an unserem Pfarrleben teilzunehmen.

Was sind die Stärken unserer Pfarre?

Unsere Pfarre ist eine relativ große Pfarre - und das macht uns stark. Es gibt einige Personen, die sind einfach

immer da, wenn man in die Kirche oder zu Veranstaltungen in der Pfarre kommt und man ist nie alleine. Die

Größe unserer Pfarre ermöglicht uns außerdem eine große Vielfalt: ob Caritas oder Jugend –Senioren für jede

Alters- und Interessensgruppe ist etwas dabei. Auch die Veranstaltungen und Messen sind daher von einer

großen Vielfalt geprägt.

Ein weiteres Plus unserer Pfarre ist außerdem Pfarrer Ulrich, der gut mit Kindern und Jugendlichen umgehen

kann und schon viele (vor allem junge) Menschen dazu animieren konnte, sich in unserer Pfarre zu beteiligen.

 

Was haben wir vor?

Im Großen und Ganzen schätzen wir die Situation in unserer Pfarre als sehr gut ein und wollen fast alle

Veranstaltungen und Aktivitäten in dieser Form beibehalten.

Besonders gut gefällt uns auch das neue Format des „Augustini-Boten“, das durchaus Potential hat, auch Leser

anzusprechen, die sonst nicht am Pfarrleben teilnehmen.

Was wollen wir anders machen? Was wollen wir Neues machen?

Welche Aktivitäten „dienen“ uns nicht mehr?

Im Sinne von „Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein“ (Mk 10, 43), denken wir, dass die Pfarre

den Menschen dienen soll. In diesem Hinblick wurden die vorhandenen Aktivitäten betrachtet und überdacht.

Hat wirklich alles einen Sinn oder gibt es auch Veranstaltungen, die keinem „dienen“? Zum Beispiel

Veranstaltungen, die weitaus mehr Arbeitsaufwand für die Helfer bedeuten als sie den Menschen der Pfarre

nützen.

So sind wir zu der Schlussfolgerung gekommen: Wir müssen auch immer wieder den Mut haben, auf Dinge zu

verzichten, die keinem (mehr) dienen.

Manche Veranstaltungen sind leider Jahr für Jahr relativ schlecht besucht. Dazu zählen die meisten

Kreuzwegandachten sowie auch gewisse Maiandachten. So wäre es sinnvoll, weniger und „größere“

Kreuzwege und Andachten zu veranstalten und die dann dafür zu etwas Besonderem zu machen, wie zum

Beispiel der jährliche Marterlkreuzweg in Edlitz.

Dasselbe gilt z.B. auch für die Fronleichnamsprozession in Grimmenstein, zu der nur wenige Personen

kommen. Da die Prozession im Rahmen einer Messe geschieht, ist nicht vorgesehen, die Prozession

abzuschaffen. Es sollte jedoch überlegt werden, ob und wie man eine bessere Lösung finden könnte (z.B.

etwas ändern, sodass mehr Personen kommen).

Für das Johannesfeuer, das bereits seit drei Jahren nicht mehr stattgefunden hat, gibt es ebenfalls noch keine

bessere Lösung. Auch hier ist der Arbeitsaufwand relativ groß und die Veranstaltung relativ schlecht besucht

für diesen Aufwand. Es wäre wünschenswert, wieder ein Fest dieser Art ins Leben zu rufen, das dann jedoch

wesentlich mehr Besucher ansprechen sollte und nicht mehr in dieser alten Form stattfinden kann.

Ein weiterer, oft genannter Kritikpunkt, sind die häufigen Sammlungen nach den Sonntagsmessen. Das

„Betteln“ um Geld ist vielen Personen sehr unangenehm. Hier wäre es eine gute Lösung, Opferstöcke an den

Ausgängen aufzustellen, anstatt an jeden Eingang eine Person mit einem Körbchen zu stellen.

Das könnte eventuell auch dazu beitragen, dass die Kirchenbesucher nach der Messe nicht sofort nach Hause

gehen, sondern sich noch etwas länger am Kirchenplatz aufhalten.

Vernetzung der einzelnen Gruppen - Wer macht was?

Durch die Größe unserer Pfarre und die vielen verschiedenen Gruppierungen, ist es sehr schwierig, den

Überblick zu behalten. Hier wäre eine bessere Vernetzung hilfreich. Konkret ist geplant, eine Liste zu erstellen,

in der die Gruppen mit ihren Zuständigkeiten bzw. mit Namen und Telefonnummern der jeweiligen

Ansprechpersonen aufgelistet sind.

Ob diese Liste veröffentlicht wird (z.B. auf der Pfarrhomepage) oder nur in analoger Form in den Kirchen oder

im Pfarrhof aufliegt, muss mit den betroffenen Personen geklärt werden.

Auch beim Wochenblatt sollte die Kommunikation verbessert werden. Möchte eine Gruppe eine

Veranstaltung auf dem Wochenblatt angekündigt haben, an wen soll sie sich wenden? Gibt es z.B. eine eigene

E-Mail-Adresse dafür, an die man Wünsche senden kann?

Findet eine öffentliche Veranstaltung einer Gruppe (z.B. eine Andacht der KMB) statt, so kommen meist nur

Personen dieser Gruppe, obwohl sehr wohl alle herzlichst dazu eingeladen wären. Hier wollen wir

entgegenwirken, indem sowohl bei den Verlautbarungen in der Kirche als auch am Wochenblatt eindeutig

darauf hingewiesen wird, dass alle eingeladen sind und es sich nicht um eine geschlossene Veranstaltung hält.

Handelt es sich dagegen um geschlossene Veranstaltungen (z.B. Jugendstunden), die nur für Mitglieder der

Gruppe relevant sind, sollten diese nicht auf dem Wochenblatt angeführt werden.

 

Öffentlichkeitsarbeit - Was geschieht in der Pfarre?

Ein weiteres großes Anliegen ist es, die Aktivitäten in der Pfarre auch nach außen zu tragen. Viele

(wichtige)Arbeiten in unserer Pfarre geschehen unsichtbar und kaum jemand weiß davon. So wirkt die Kirche

oft nach außen hin wie ausgestorben, obwohl doch sehr viel mehr getan wird, als die Menschen rundherum

mitbekommen. Dem wollen wir durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit entgegenwirken.

Wir wollen die Arbeit und Aktivitäten der verschiedenen Gruppen in der Pfarre sichtbar machen:

Einerseits soll das auf der Pfarrhomepage geschehen. Hier könnte man verschiedene Fotos der Aktivitäten

oder aktuelle Texte zu den Geschehnissen in der Pfarre veröffentlichen. Es muss auch zusätzlich noch geklärt

werden, wer diese Texte und Bilder hochladen kann bzw. wem die einzelnen Personen die Texte und Bilder

weiterleiten müssen. Generell sollte die Homepage in Zukunft noch intensiver betreut und immer auf dem

neuesten Stand gehalten werden.

Andererseits sollen in den Schaukästen vor und um die Kirchen immer wieder verschiedene Fotos aufgehängt

werden. Sinnvoll wäre es, die Schlüssel für die Schaukästen z.B. in der Sakristei aufzubewahren, damit

vor/nach jeder Messe spontan aktuelle Fotos aufgehängt werden können.

Dasselbe gilt für die Tafeln in den Kirchen, die meistens leer stehen. Auch dieser Platz sollte sinnvoll genutzt

werden, um Fotos und Texte aufzuhängen.

In unserer Pfarre gibt es zwar viele aktive Gruppen, jedoch ist es immer schwierig, neue Mitglieder zu finden.

In Zukunft soll jede Gruppe sich bemühen, gezielt Personen einzuladen, bei ihnen mitzumachen. Das kann z.B.

im Rahmen der Veranstaltungen (Jugendmessen, Caritas-Pfarrcafé,…) geschehen. Es soll nicht der Eindruck

entstehen, die Gruppe gestaltet eine Messe für die „Gäste“, sondern dass es sich um eine offene Gemeinschaft

handelt, bei der alle dazugehören sollen und alle aufgefordert sind, selbst aktiv mitzumachen.

Die Pfarre bietet viele Angebote an. Jedoch sind diese oft nur denen bekannt, die sowieso schon in unserer

Pfarre sehr aktiv sind. Für Außenstehende ist es oft schwer nachzuvollziehen, was in der Pfarre geschieht oder

möglich ist. Ohne konkretes Nachfragen oder persönliche Kontakte ist es schwierig und kostet einige

Überwindung, ein Angebot in Anspruch zu nehmen, als wenn es offensichtlich angeboten werden würde.

Hier soll die Website der Pfarre überarbeitet werden. Die einzelnen Angebote der Pfarre sollen noch genauer

aufgelistet werden und je mit Kontaktdaten einer Ansprechperson versehen werden, um den Zugang zu

erleichtern.

Außerdem wird überlegt, die bestehenden Angebote um eine Trauerbegleitung zu ergänzen. Findet man

Personen innerhalb der Pfarre, die so etwas übernehmen könnten, so soll auch das in das Angebot der Pfarre

aufgenommen werden.

Wie kommen neue Personen in unsere Kirchen?

Ein weiteres Ziel für unsere Zukunft ist, auch neue Personen in unsere Gemeinschaft einzubinden. Folgende

Maßnahmen wären hier geplant:

Die Kinder und Jugendlichen in unseren Kindergärten und Schulen (inklusive Erstkommunionkinder) sollten

besser in die Gemeinschaft der Kirche eingebunden werden. Bei diversen Veranstaltungen (z.B. Schulmessen,

Erstkommunionvorbereitung) ist kaum jemand aus der Pfarre anwesend - die Kinder bekommen keinen

Kontakt zu anderen Christen unserer Pfarre. Wir wollen niemandem etwas aufzwingen, aber zumindest

anbieten, für eine Zusammenarbeit offen zu sein und falls nötig bei diversen Aktionen in der Kirche zu helfen.

Auch bei Taufen und Hochzeiten kommen die betroffenen Personen kaum Kontakt zu anderen Menschen aus

der Pfarre. Hier wäre es schön, ein Zeichen seitens der Pfarrgemeinde zu setzen, um sie im Namen unserer

Gemeinschaft zu beglückwünschen. Geplant wäre z.B. ein kleines Geschenk für Taufen und Hochzeiten (z.B.

ein kleines Heft mit Glückwünschen, Texten, …).

Zusätzlich sollen die Rahmen in der Pfarrkirche Edlitz, in denen sich die Bilder der getauften Kinder sowie der

Verstorbenen der Pfarre befinden, schöner gestaltet werden (z.B. Taufen: „Herzlich Willkommen“ und bunt

gestaltet). Außerdem könnten sie durch einen Rahmen für Hochzeiten ergänzt werden.

Generell soll die Präsenz der Pfarre in der Öffentlichkeit verbessert werden. Zum Beispiel mit Fotos in

Schaukästen und auf der Pfarrhomepage. Diese Fotos und Texte sollen jedoch mit Bedacht ausgewählt werden

und auch Personen ansprechen, die der Pfarre kritisch gegenüberstehen. So sollen z.B. keine Texte gewählt

werden, die diese Personen vertreiben oder abschrecken. Die Veranstaltungen in der Pfarre sollen außerdem

noch vielfältiger gestaltet werden. Zu den vielen Messen und Andachten sollen auch immer wieder

Veranstaltungen „ohne Messe“ eingeplant werden, zu denen auch Personen kommen können, die nicht zu

unserer Pfarrgemeinde gehören oder nicht gerne zu klassischen liturgischen Feiern gehen. Ein Beginn hierfür

sollen die Veranstaltungen im Missionsprojekt 2018/19 darstellen, danach sollte das von den

unterschiedlichsten Gruppierungen innerhalb der Pfarre fortgeführt werden.

 

Wie können wir die Menschen unserer Pfarre im Glauben unterstützen?

Trotz vielfältigem liturgischem Angebot gibt es nur wenige Angebote, die eine persönliche Weiterentwicklung

im Glauben intensiv fördern. Zuletzt war dies ein Alpha-Kurs vor einigen Jahren. Auch wenn es derartige

Angebote immer wieder gibt (z.B. Bibelrunden), werden diese nur von wenigen Personen in Anspruch

genommen.

Da dieses Thema aber sehr wohl die Allgemeinheit betrifft, ist geplant, am Ende jeder Messe einen kurzen Text

vorzulesen, der zum Nachdenken anregen soll (wie es auch schon bei mehreren Alpha-Messen gemacht

wurde). Die einzelnen Gruppen können Texte beisteuern, aber auch alle anderen können, wenn ihnen ein

passender Text unterkommt, diesen in die Feedback-Boxen der Kirchen werfen, um ihn dann vorlesen zu

lassen.

Zwischendurch sollen aber trotzdem auch immer wieder größere Veranstaltungen zur Unterstützung und

Weiterentwicklung des Glaubens angeboten werden, z.B. Glaubenskurse des Bildungswerks.

In den Kirchen soll jeweils ein „Gebets-Stand“ aufgehängt werden. Darin sollen Gebete zur freien Entnahme

aufgelegt werden, die sich die Kirchenbesucher mit nach Hause nehmen können.

Dabei soll jeder, der ein geeignetes Gebet findet, die Möglichkeit bekommen, es dort ebenfalls beizusteuern

(z.B. in der Feedback-Box).

Ein weiteres (übergeordnetes) Ziel in unserer Pfarre soll auch sein, den Glauben ins alltägliche Leben zu

integrieren. Das soll durch entsprechende Angebote in der Pfarre (z.B. Gebets-Stand, Texte am Ende der

Messe vorlesen,…), sowie bei der Erstkommunion- und Firmvorbereitung thematisiert werden. Dazu gehört

auch das Missionsprojekt, das aktuell im Entwicklungsraum stattfindet.

 

Zusammenarbeit im Entwicklungsraum:

Die Zusammenarbeit im Entwicklungsraum funktioniert relativ gut, jedoch hauptsächlich auf organisatorischer

Ebene:

• Missionsprojekt

• gemeinsame Pfarrklausur

• Augustini-Bote

• Entwicklungsraumrat

 

Organisatorisches zum Pastoralkonzept

Veröffentlichung

Nach der Fertigstellung und dem Beschluss des Pastoralkonzepts im Pfarrgemeinderat, wird es veröffentlicht.

Das geschieht sowohl auf der Pfarrhomepage als auch in ausgedruckter Form an den Schriftenständen der

Kirchen.

Kontrolle der Umsetzung

Einmal in der Periode soll das Pastoralkonzept im Pfarrgemeinderat behandelt werden. Dabei wird die

bisherige Umsetzung kontrolliert und nötige Schritte für die weitere Umsetzung besprochen.

Evaluation

Bei der Veröffentlichung wird darauf hingewiesen, dass alle dazu aufgefordert sind, Verbesserungsvorschläge

oder Feedback zum Pastoralkonzept in der Feedback-Box bzw. per Mail abzugeben. Dieses wird falls nötig

dann noch ins Pastoralkonzept eingearbeitet.

Ungefähr ein halbes Jahr, bevor die Pfarrgemeinderats-Periode endet, soll eine Evaluierungsphase starten.

Hier sollen die Personen Feedback zu der Umsetzung sowie zu der Sinnhaftigkeit der Änderungen abgeben.

Auch dies geschieht wieder über die Feedback-Boxen oder per Mail. Bei den Feedback-Boxen sollte während

der gesamten Zeit eine Kopie des Pastoralkonzepts verfügbar sein.

Zusätzlich kann zwischendurch nach der Umsetzung eines konkreten Schrittes jeweils eine kleine Umfrage

gestartet werden, z.B. ob den Kirchenbesuchern der Text am Ende der Messe gefällt oder nicht.


 

Verschwörungstheorien und Ovid-9

wie kann ich als Christ mit solchen Meinungen umgehen; wie kann ich mir selbst eine Meinung bilden, wie kann ich argumentieren?

https://www.weltanschauungsfragen.at/pages/weltanschauungsfragen/lexikon/lexikonartikel/article/129368.html

 

Pfarrer Ulrich nimmt zu theologischen und kirchlichen Themen Stellung

https://www.youtube.com/channel/UC7HU1SzT6Z38X8Chq7b17nw?view_as=subscriber

Strukturreformen in der Kirche 

Der Sonntag
Zeit für meinen Glauben

https://www.meinekirchenzeitung.at/wien-noe-ost-der-sonntag

 

 

 

 


Ganz anders - und doch ähnlich?

 

Mehrere Mitarbeiter der Erzdiözese Wien sind vor ein paar Tagen von einer Studienreise von den Philippinen zurückgekehrt. Dort sahen sie einzigartig schnell wachsende katholische Kirchengemeinden.
Lassen sich die Erfahrungen aus dem weit entfernten und armen Staat auf Wien und Niederösterreich umlegen?

Ganz anders und doch ähnlich

 

 

 

 

GESUND DURCH DEN WINTER MIT HILDEGARD VON BINGEN. 4: ZUR RUHE KOMMEN, ERHOLSAM SCHLAFEN

Lavendelduft und Bienenhonig wirken beruhigend und fördern den Schlaf.

„Innere Unruhe“, „Nicht runterkommen“, aber auch übertriebener Bildschirmkonsum können zu Einschlaf- und Durchschlafstörungen führen. Diese sind laut einer Studie in Österreich im Zunehmen begriffen.

 

Hildegard-Expertin Brigitte Pregenzer gibt in unserer aktuellen Folge Tipps für die optimalen Schlafbedingungen und informiert über natürliche Mittel der Hildegard-Medizin, die beruhigend und schlaffördernd wirken.

Gehst du zur Ruhe, so schreckt dich nichts auf, / legst du dich nieder, erquickt dich dein Schlaf“, schildert das Buch der Sprichwörter (3,24) die optimale Nachtruhe.

 

Aus biblischer Sicht begibt sich der Mensch im Schlaf unter den göttlichen Schutz. Guter Schlaf gilt als Zeichen eines guten Lebens, das Gott gefällt. Doch nicht alle können sich über erquickenden Schlummer freuen.

 

Laut einer Studie der MedUniWien (2018) gibt es eine deutliche Zunahme an Schlafproblemen in Österreich. So klagen 30 Prozent der Befragten über Einschlafstörungen, 51 Prozent über Durchschlafstörungen. Als Ursache werden häufig „innere Unruhe“, „Nicht-Runterkommen“ und „Probleme wälzen“ genannt.     

 

Wir sprechen in dieser Folge unserer Winter-Serie mit Brigitte Pregenzer, Expertin für die Hildegard-Medizin und Buchautorin, über das Thema und erhalten Tipps wie wir leichter zu einem guten Schlaf finden können.


Schlafverhalten überdenken

„Die Menschen schlafen heute im Durchschnitt ein halbe Stunde weniger als noch vor 20 Jahren. Eine halbe Stunde weniger macht auf die Woche gerechnet viel aus. Ausreichend Schlaf ist aber sehr wichtig, weil sich unser vegetatives Nervensystem dabei erholen kann und wir in den Träumen unsere Belastungen verarbeiten“, erklärt die Hildegard-Expertin.


Bei Schlaflosigkeit und Schlafstörungen ist es zunächst ratsam, die eigenen Verhaltensmuster zu überdenken: „Wie schaut mein Tag aus? Wie hektisch geht er zu Ende? Was packe ich noch alles in den Abend? Wie viel Medienkonsum gibt es am Abend und wie sieht mein Handyverhalten aus?“, regt Brigitte Pregenzer, zum Nachdenken an. Fernseher und Handy haben demnach im Schlafzimmer nichts zu suchen und auch auf Elektro- bzw. Funkwecker sollte verzichtet werden.

 

„Man ist erstaunt, welche Unsitten in den Schlafzimmern Einzug halten – dass Menschen fernsehen bis sie meinen müde zu werden, aber man wird davon nicht müde, sondern nur aufgedreht“, warnt die Expertin. Störfelder hätten während wir schlafen großen Einfluss auf unser vegetatives Nervensystem.

 

Das Schlafzimmer gut lüften und nach Möglichkeit den Abend ruhig verbringen, sind erste Schritte für eine gute Nachtruhe. „Ich empfehle, eine Stunde vor der Schlafenszeit auf Computer, Tablet, Smartphone und Fernsehen zu verzichten“, sagt Brigitte Pregenzer.


Rituale für den Abend

„Ein gutes Abend-Ritual wäre es, den Tag in Ruhe zu überdenken und den Feier-Abend wieder zu genießen“, sagt die Autorin. Die Kirche bietet für den Abend eine Reihe guter Traditionen wie das Vesper-Gebet, die Komplet (Nachtgebet aus dem Stundenbuch) oder das Gebet der liebenden Aufmerksamkeit (Rückbesinnung auf den Tag nach Ignatius von Loyola). Auch Tagebuchschreiben kann helfen, innerlich zur Ruhe zu kommen.

 

Folgende einfache und natürliche Mittel wirken laut Hildegard von Bingen bei Schlafproblemen, wie Expertin Pregenzer ausführt: „Ein einfaches Mittel ist, Maronihonig täglich vor dem Schlafengehen einzunehmen. Er stärkt die Leber. Wenn jemand im Bereich von drei Uhr nachts wach wird, zeigt das, dass die Leber stark am Arbeiten ist – man kann sie so unterstützen. Maronihonig beruhigt und sorgt für einen angenehmen Schlaf“.

 

Maronihonig gibt es im Hildegard-Fachhandel, ist aber auch einfach selber zu machen.

Das Rezept: 500 g Bienenhonig erwärmen und mit 120 g Maronimehl gut verrühren. Man kann ihn auch als Brotaufstrich oder in Marinaden verwenden.

 

Beruhigendes aus der Natur

Ein weiteres Mittel ist der gelöschte Wein/Traubensaft.

Das Rezept: 100 ml Rotwein/Traubensaft in einer Pfanne fast zum Kochen bringen bis er kleine Bläschen wirft („simmert“) und in dem Moment mit 50 ml Wasser ablöschen und die Pfanne gleich vom Herd nehmen.

 

„Diesen Wein oder Traubensaft eher am früheren Abend schluckweise trinken – er muss jeden Abend frisch zubereitet werden“, empfiehlt Brigitte Pregenzer.


Die Kubebe (eine Pfefferart, erhältlich im Fachhandel) ist ebenso hilfreich, wenn sie untertags gekaut wird. Ein bekanntes Mittel, das schlaffördernd wirkt, ist Mohn: „Wir können zwei Kaffeelöffel ungemahlenen Mohn in Müsli, Apfelkompott oder Tee streuen. Wir können ihn auch in Form von Mohnstrudel und Mohnkuchen genießen. Er wirkt generell innerlich beruhigend“, erklärt die Hildegard-Expertin.


Beruhigung und Entspannung erfolgt auch über die Nase: Betonikakraut- und Lavendelduftkissen haben sich bei Schlafproblemen bewährt.


Wichtig seien beim Schlafen vor allem die Rahmenbedingungen: warme Füße und die richtige Temperatur im Schlafzimmer.


Ein gutes Mittel zur Beruhigung sind auch Balsamtropfen (im Fachhandel).
Kindern mit Schlafproblemen hilft gelöschter Traubensaft, wichtig ist hier immer auf die gleiche Schlafenszeit zu achten.


„Als ,Schlafzimmerstein’ sollte der Jaspis unter jedem Kopfkissen liegen, denn er sorgt für einen ruhigen Schlaf und nimmt Alpträume“, schließt Brigitte Pregenzer ihre Tipps für eine gute Nacht.


Hildegard von Bingen – ganz Ordensfrau – empfahl bei nächtlicher Schlaflosigkeit übrigens einfach aufzustehen und zu beten.

erstellt von: Der SONNTAG / Agathe Lauber-Gansterer

 

 

GESUND DURCH DEN WINTER MIT HILDEGARD VON BINGEN. 3: NEUE ENERGIE FÜR LEIB UND SEELE

Die Natur hält nach Hildegard eine Reihe von Kräutern bereit, die uns aufbauen.

Die Tage sind kurz und durch die dichte Wolkendecke dringt zumindest in niederen Lagen wenig Tageslicht zu uns. Gleichzeitig sind jetzt viele von uns im Alltag stark gefordert und stehen unter Stress. Was tun, wenn die Müdigkeit auf uns lastet und das trübe Wetter auf die Stimmung drückt? Die Hildegard-Medizin kennt zahlreiche Mittel, die neue Lebensenergie schenken und als Frohmacher gelten.  

Ein Winterschlaf, wie ihn Igel, Haselmaus und Murmeltier machen, ist uns Menschen nicht beschert, obwohl es manchen jetzt am angenehmsten wäre, morgens im kuscheligen Bett zu bleiben.

 

Mangelndes Tageslicht und kalte Temperaturen bei gleichbleibenden Anforderungen können an den Energiereserven zehren. Wie wir jetzt mit einfachen Mitteln der Hildegard-Medizin neue Kraft tanken können, erklärt Expertin Brigitte Pregenzer.

 

„Schleppen wir uns müde durch den Tag, ist es grundsätzlich wichtig, das Schlafverhalten zu überdenken“, rät die Expertin. „Schlafe ich wirklich genug? Genug ist es dann, wenn ich ohne Wecker wach werde – bei Ermüdung daher unbedingt früher zu Bett gehen. Wir sind alle zu lang wach.

 

Den Abend ruhig ausklingen lassen und sich am Wochenende einmal richtig ausschlafen und nicht wieder in den Freizeitstress stürzen“, lautet Brigitte Pregenzers Empfehlung.


Stärkung bei Erschöpfung

Sind wir dauerhaft erschöpft, können wir zu einfachen Mitteln der Hildegard-Medizin greifen, um uns zu stärken. Z. B. mit Bertramwein. „Man kann ihn im Hildegard-Handel kaufen, aber auch selber machen.

 

Von diesem Bertramwein trinkt man zu jedem Essen einen Schluck“, empfiehlt die Hildegard-Expertin.

Das Rezept:

1 gehäuften EL Bertramwurzeln über Nacht in 1 Liter Rotwein (oder Traubensaft) einweichen. Am Morgen 10 Minuten kochen, filtern und 2-3 EL Honig dazu geben; in saubere Flaschen füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

 

„Er stärkt die Abwehrkräfte, leitet Gifte aus, reinigt den Magen und stärkt die Verdauung. Das ist ein allgemeines Stärkungsmittel, mit dem man anfangen könnte und das gut schmeckt.“

 

Ebenso stärkend wirkt laut Hildegard von Bingen das Fenchelmischpulver (bekannt auch als Sivesanmischpulver), das es als fertige Mischung gibt. „Es stärkt Herz und Kreislauf, fördert eine gute Durchblutung, wirkt bei Bluthochdruck und entsäuert – denn wenn jemand gestresst ist, ist er auch immer übersäuert“, erklärt Brigitte Pregenzer.

Die Anleitung:

Man nimmt 2 Messerspitzen in einem Gläschen gewärmten Wein, z. B. einem Herzwein, der auch ein gutes Stärkungsmittel ist. Das Fenchelmischpulver kann über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

 

„Der Herzwein ist auch ein Frohmacher-Elixier, stärkt das Herz auf körperlicher und auf seelischer Ebene. Es hebt unsere Fröhlichkeit und ist leicht selber zu machen“, sagt die Hildegard-Expertin.

Das Rezept: 1 Liter Rotwein, 8-10 Stängel Petersilie und 2 EL Weinessig 5 Minuten kochen, 3 El Honig dazugeben, nochmals 5 Minuten auf kleinem Feuer köcheln, abseihen und kühl lagern. Pro Tag einen Schluck davon trinken, bei Problemen mehrmals täglich einnehmen.

 

Neue Kraft gibt weiters der Benediktenkrauttee (Apotheke). „Man macht sich daraus einen Tee, gibt diesen in eine Thermoskanne und trinkt diesen über den Tag verteilt, etwa drei Mal täglich schluckweise.“ Dies macht man so lange, bis man sich wieder gut fühlt.


Die Kraft der Steine

„Gott hat den Menschen wie einen überaus schönen Edelstein auf die Erde gesetzt, in dessen Glanz sich die gesamte Schöpfung betrachtet“, schrieb Hildegard von Bingen.

 

Der Kirchenlehrerin zufolge ist die gesamte Schöpfung mit all ihren Elementen, Pflanzen, Tieren und Mineralien für den Menschen gemacht und steht ihm zur Verfügung. Dazu gehört auch die Kraft von Heilsteinen, die Hildegard empfiehlt. Brigitte Pregenzer hat darüber ein eigenes Buch verfasst („Hildegard von Bingen. Heilsteine einfach anwenden“, Tyrolia): „Manche haben da eine Hemmschwelle und fragen sich, warum sollen Steine helfen? Es gibt aber gute Erklärungen dafür, denn Steine haben ihre Eigenschwingung und diese wirkt auf unsere Körperzellen“, sagt die Autorin.

 

So steht der Smaragd bei Hildegard für Lebenskraft und Fruchtbarkeit. „Er hat laut Hildegard die stärkste Grünkraft, die Viriditas, die Lebenskraft“, sagt Brigitte Pregenzer. Bei Erschöpfung soll man einen Smaragd über Nacht in den Bauchnabel legen (einen kleinen runden Stein mit einem Pflaster befestigen). „Das macht man, bis man sich wieder wohl fühlt. Am Morgen hält man den Stein 2-3 Minuten unter fließendes Wasser, um ihn zu reinigen. Er lädt unsere inneren Batterien auf.“

 

Bei gedrückter Stimmung, Melancholie und Trauer empfiehlt sich ein weiterer Heilstein: der Jaspis oder Hildegard-Heliotrop. Man legt ihn untertags auf das Herz oder befestigt ihn in der Herz-Gegend mit einem Tape, bis sich der Zustand bessert (Jaspis auflegen, zwischendurch auskühlen lassen und erneut auflegen).


Kauend die Stimmung heben

Ein gutes Mittel bei gedrückter Stimmung im Winter ist die Kubebe, eine Pfefferart: Man kaut 3 bis 4 Mal täglich ein bis zwei Kubeben. „Das hilft auch bei Verstimmungen, die hormonell bedingt sind, z. B. in den Wechseljahren“, sagt Pregenzer.


Bei leichteren Verstimmungen hilft auch das Kauen einer Süßholzwurzel.
In Stresszeiten besonders empfehlenswert sind Fenchelbalsamtropfen. Sie stabilisieren die Nerven. „15 Tropfen 3 Mal täglich genügen“, sagt Brigitte Pregenzer (erhältlich im Hildegard-Handel).


Sehr gut helfen des weiteren Ysop als Kraut und Gewürz und das Veilchenelixier(bei Melancholie, Trägheit, Unlust; erhältlich im Fachhandel).

 

Geht eine Verstimmung mit Darmträgheit einher, hilft der Flohsamenwein sehr gut, weil er die Verdauung anregt.

Rezept: 1 Liter Rotwein mit 4 gehäuften Kaffeelöffeln Flohsamen 15 Minuten stark kochen, abseihen (3 Mal täglich vor dem Essen einen Schluck). 

erstellt von: Der SONNTAG / Agathe Lauber-Gansterer

GESUND DURCH DEN WINTER MIT HILDEGARD VON BINGEN. 1: ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE

„Hildegard von Bingen hat ihren Platz zwischen Himmel und Erde in all ihren Möglichkeiten ausgefüllt, indem sie zwei Klöster gegründet hat, Bücher schrieb, Predigt-Reisen unternahm und Zeit fand zu korrespondieren. Sie war irdisch und himmelwärts gewandt.

Die Wirkkraft der Frauen hat Papst Franziskus in seiner Neujahrspredigt besonders hervorgehoben. Wir starten ins neue Jahr mit der Serie „Gesund durch den Winter mit Hildegard von Bingen“ und schauen dabei auf die Weisheits- und Gesundheitslehre der wirkmächtigsten Ordensfrau des Mittelalters: Hildegard von Bingen, u. a. Theologin, Naturwissenschaftlerin, Ärztin, Mystikerin und vom Papst legitimierte Prophetin.

Produkte mit der Bezeichnung „Hildegard von Bingen“ findet man heute in nahezu jedem Supermarkt vom Tee über Backmischungen bis hin zu Keksen, Tinkturen und Salben. Wer war diese Hildegard von Bingen (1098-1179), die uns da von so vielen Fläschchen und Teepackungen entgegenblickt? Wird diese Nonne nicht weit überschätzt bzw. heute vor allem für Marketing-Zwecke instrumentalisiert? 

Im Laufe unserer neuen SONNTAG-Serie „Gesund durch den Winter mit Hildegard von Bingen“ sprechen wir mit Expertinnen und wollen hinter das „Geheimnis Hildegard“ schauen.


Brot, das wirklich nährt

„Ich bin über einen Brotbackkurs zu Hildegard von Bingen gekommen“, erzählt Brigitte Pregenzer, Autorin zahlreicher Bücher zur Hildegard-Medizin und Begründerin der Hildegard-Akademie in Vorarlberg: „Die Einfachheit der Zubereitung und die verwendeten Gewürze haben mich fasziniert. Das Brot war sehr gehaltvoll. Ich hatte bemerkt, dieses Brot nährt mich wirklich.“ 

Die Vorarlbergerin begann, sich auf dem Gebiet weiterzubilden und hielt bald selbst Kochkurse und Vorträge zur Hildegard-Gesundheitslehre. Heute gehört sie zu den bekanntesten Expertinnen der Hildegard-Medizin im deutschen Sprachraum und verfasste zahlreiche Bücher zum Thema (die wir in unserer Serie auch vorstellen werden). 

2008 gründete Brigitte Pregenzer die Hildegard-Akademie. „Ich habe jedes Jahr einen Lehrgang mit 16 Teilnehmerinnen. Der Lehrgang ist immer ausgebucht und die Nachfrage ist steigend“, erzählt sie im Gespräch mit dem SONNTAG.
„Die Möglichkeit, die Heilmittel selbst zuzubereiten und jederzeit im Kühlschrank zu haben, faszinieren mich bis heute“, schildert Brigitte Pregenzer Vorzüge der Hildegard-Lehre. „Hildegard von Bingen war ganz menschlich und hat auch menschliche Gefühle zugelassen“, kommt sie auf die Person der berühmten Mystikerin zu sprechen. So pflegte die einem Adelsgeschlecht entstammende Ordensfrau zahlreiche Freundschaften wie z. B. mit ihrer Mitschwester Richardis oder ihrem Sekretär und Beichtvater Vollmar. 

„Sie hat ihren Platz zwischen Himmel und Erde in all ihren Möglichkeiten ausgefüllt, indem sie zwei Klöster gegründet hat, Bücher schrieb, Predigt-Reisen unternahm und Zeit fand zu korrespondieren. Sie war irdisch und himmelwärts gewandt. Sie hat beides vereint“, schildert die Expertin.


Ein Gelöbnis im KZ

Papst Benedikt XVI. erhob Hildegard von Bingen 2012 zur Kirchenlehrerin. Obgleich seit Jahrhunderten von den Gläubigen verehrt, wurde sie auch erst 2012 offiziell in den Heiligenkalender aufgenommen. Ihre Heiligsprechung, von ihrem Konvent initiiert, wurde bereits 1228 beantragt, blieb aber (im Unterschied etwa zum Heiligsprechungsverfahren des Zeitgenossen Otto von Bamberg) erfolglos. 
Ein Österreicher spielt für die Wieder- entdeckung des Hildegardschen Heilwissens für unsere Zeit eine besondere Rolle: Dr. Gottfried Hertzka. Als junger Militärarzt geriet er aus Gewissensgründen mit den nationalsozialistischen Behörden in Konflikt. 

Hertzka wurde von der Gestapo verhaftet und war neun Monate im Konzentrationslager Landsberg inhaftiert. Während der Haft gelobte er Gott: „Wenn ich dieses Grauen überlebe, werde ich den Menschen die Medizin der Hildegard bringen.“ Der Arzt prägte als erster den Begriff der Hildegard-Medizin und engagierte sich nach dem Krieg, diese bekannt zu machen.


Heute aktueller denn je

Die Hildegard-Medizin gilt heute als Teil der Traditionellen Europäischen Medizin (TEM) und findet seit rund 30 Jahren breites Interesse. Warum spricht die Gesundheitslehre Hildegards heute so viele Menschen an? Brigitte Pregenzer meint: „Ich denke, es gibt ein Bedürfnis der Menschen nach Einfachheit, Überschaubarkeit und der Möglichkeit, es selbst in die Hand zu nehmen.

Wir haben ja jedes Jahr ein anderes Superfood, einen anderen Renner, den wir zu unserer Selbstoptimierung brauchen. Wenn das jedes Jahr etwas anderes ist, dann kann es nicht so gut gewesen sein. Die Hildegard-Lehre ist eine alte Lehre und hält sich jetzt bei uns schon seit den 50er Jahren.“ 

Auch Zivilisationskrankheiten unserer Zeit legen eine Rückbesinnung auf die Hildegard-Medizin nahe: „Weil heute viele unter Allergien, chronischen Erkrankungen und Entzündungen leiden, Entzündungen, die man oft nicht medizinisch abklären kann, die aber Schmerzen im Körper verursachen, sind viele auf der Suche und entdecken dann den von Hildegard von Bingen empfohlenen Dinkel – er ist für viele Weizenallergiker die Rettung“, führt Brigitte Pregenzer aus. 

Die Expertin ist nach jahrzehntelanger Erfahrung mit der Hildegard-Lehre überzeugt: „Wenn jemand sich auf die Hildegard-Ernährung konkret einlässt und einige Dinge beherzigt, so wie die sechs goldenen Lebensregeln (mehr darüber in der nächsten Folge, Anm. Red.), dann kann er sich wirklich selber heilen. 

Gewisse Konsequenz und Disziplin werden mit Wohlbefinden und Schmerzfreiheit belohnt“. Besonders gute Erfahrungen macht Brigitte Pregenzer in ihren Fastengruppen: „Gliederschmerzen, Arthritis, Migräne werden durch eine Fastenwoche und Beibehaltung einiger Hildegard-Aspekte wieder gut.“

erstellt von: Der SONNTAG / Agathe Lauber-Gansterer

Schlussdokument der Amazonien-Synode nun auf Deutsch

Misereor und Adveniat veröffentlichen offizielle deutsche Fassung.

 

Die deutschen Schwesterorganisationen der KOO haben nun, etwa zwei Monate nach Ende der Sondersynode für Amazonien das Abschlussdokument auf Deutsch veröffentlicht. Nach dem Vorbereitungsdokument und dem Instrumentum Laboris ist dies das dritte Dokument in Zusammenhang mit der Synode. Sie können das Dokument hier einsehen: https://www.koo.at/dl/lpMqJKJKknknmJqx4KJK/Schlussdokument_Amazonien_final.pdf

 

 


Was sagt und denkt der neue Kärntner Bischof?

https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/79031.html

 

Bischöfe regeln Natur- und Feuerbestattung neu

 

Regelung räumt Gläubigen Recht ein, "über Feuerbestattung selber zu entscheiden", sofern Gründe "nicht dem christlichen Glauben widersprechen". Anonymes Verstreuen von Asche in Natur, Luft oder Wasser oder Aufstellen der Urne in einem Privathaus jedoch keine christlichen Optionen.

In einem im November 2018 erstellten Papier hat Österreichs Bischofskonferenz neue Regelungen zu Feuer- und Naturbestattung verabschiedet. Darin wird den Gläubigen auch die Möglichkeit zur Feuerbestattung eingeräumt, "ohne dass ihnen oder ihren Hinterbliebenen daraus ein Nachteil erwachsen darf, sofern die Gründe ihrer Entscheidung nicht dem christlichen Glauben widersprechen", heißt es in dem Papier unter dem Titel "Feuer-Naturbestattung zeitgemäß pastoral handeln". Keine christliche Option seien hingegen ein anonymes Verstreuen von Asche in der Natur, in der Luft oder auf dem Wasser, das Aufstellen der Urne in einem Privathaus oder einer Wohnung, die Beisetzung im privaten Garten oder das Aufteilen der Asche in mehrere Erinnerungsgegenstände.

 

Die Bischöfe halten in der Handreichung weiters fest, der Anspruch eines Katholiken auf die Feier der Totenliturgie erlösche auch dann nicht, "wenn seine Hinterbliebenen bei der Wahl der Bestattungsform oder des Bestattungsortes keine Rücksicht auf die kirchlichen Normen nehmen". Begräbnisriten in Anwesenheit des Sarges mit dem Leichnam zu feiern, sei unabhängig von der Bestattungsform nachdrücklich und generell zu empfehlen.

 

Pietät gilt auch für die Asche

Hat vor der Einäscherung kein Gottesdienst stattgefunden, soll dieser laut den neuen Richtlinien in Anwesenheit der Urne gefeiert werden. Der Anspruch des kirchlichen Handelns im Umgang mit einer Aschenurne sei derselbe wie im Umgang mit einem Leichnam. "Für den Umgang mit der Asche sind, wie für den Umgang mit einem Leichnam, die Bestimmungen der Bestattungs- bzw. Sanitätsgesetze des jeweiligen Bundeslandes einzuhalten." Darüber hinaus gehe es um die Pietät, also den Schutz der Ehre des Verstorbenen und die Wahrung der Totenruhe, die auch für die Asche gelte.

 

Auf kirchlichen Friedhöfen sei der Beisetzungsort für Urnen vorzugsweise in der Erde. Im städtischen Raum könne stattdessen über die Errichtung von Aufbewahrungsplätzen in Kirchen nachgedacht werden. Die Bischöfe reagieren mit den Richtlinien auch auf den Trend, Urnen auf Wiesen- und Waldflächen oder in parkähnlichen Anlagen beizusetzen. Eine solche Bestattungsform schließe eine kirchliche Präsenz nicht sofort aus, es müsse viel mehr der Einzelfall geprüft werden. Weiters eröffnen die Richtlinien einem kirchlichen Träger für die Beisetzung von Urnen die Möglichkeit, einen Waldfriedhof, eine Naturbestattungsanlage oder einen alternativen Begräbnisort zu führen bzw. einen stillgelegten Friedhof dafür zu revitalisieren.

 

Grundsätzlich gilt: "Beisetzungsorte sind beständig - also wieder auffindbar, allgemein zugänglich, erlauben eine Möglichkeit zum Gedenken und zum Gebet, die Namen der Toten können hinterlassen oder verzeichnet werden, die Errichtung eines christlichen Zeichens auf dem Areal ist möglich. Die Segnung der einzelnen Grabstellen ist empfohlen", heißt es in der Verordnung wörtlich.

erstellt von: Red Kathpress
24.10.2019

 

Wissenswertes zur Amazonien-Synode

Amazonien-Synode: Kardinal Schönborn schreibt am Schlusstext mit

 

Papst beruft Wiener Erzbischof in dreizehnköpfiges Redaktionskomitee für Schlussdokument der noch bis 27. Oktober im Vatikan tagenden Amazonien-Synode.

https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/77597.html

https://www.erzdioezese-wien.at/site/nachrichtenmagazin/schwerpunkt/papstfranziskus/article/77362.html

https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/77456.html


 Papst Franziskus

will mit großer Behutsamkeit und Achtung die Kirche führen

https://www.erzdioezese-wien.at/site/nachrichtenmagazin/schwerpunkt/papstfranziskus


 


 Projekt „Schöpfungsverantwortung“Papst Franziskus ruft uns alle auf, „Hüter der Schöpfung Gottes“ zu sein.Doch leider scheinen das nicht alle Menschen gehört zu haben und unsereErde wird zunehmend schlecht behandelt.

Laut Bibel ist die Schöpfung einGeschenk Go\es, somit sollten geradewir als Christen verantwortungsvolldamit umgehen.Um dem Aufruf des Papstes gerecht zuwerden und um Lösungen zu suchen,wie unsere Umwelt geschützt werdenkann, widmet sich eine Gruppe desSeelsorgeraums St. AugusJnus nundiesem Thema. Ähnlich wie bei demMissions-Projekt im letzten Jahr werdenverschiedene Veranstaltungen ange-boten, die abwechselnd in den dreiPfarren abgehalten werden. EineÜbersicht des vielfälJgen Programmskönnen Sie bereits dem Folderentnehmen, genauere InformaJonenfinden Sie auf den Homepages derPfarren und zeitgerecht auf Plakaten.Zusätzlich zu den Veranstaltungen imFolder nimmt jede Pfarre mit all ihrenGruppen das Jahresthema auch zumAnlass, sich genauer mit der Schöpfungund deren Bewahrung zu beschäPigen.Neben speziellen Messen, Andachten,umwelhreundlichen Festen, passendenFürbi\en und vielem mehr, werdenauch diverse Projekte umgesetzt.Wir laden Sie deshalb ein, sich imkommenden Jahr gemeinsam mit unsmit dem Thema Schöpfung undUmweltschutz zu beschäPigen. Denn wir alle, ich und du, müssen unseremPlanten helfen.

Franziskusgarten in EdlitzEin Beispiel für ein Projekt der PfarreEdlitz ist die Schaffung einesFranziskusgartens.Hinter dem Pfarrhof befindet sich eineebene Fläche, die bisher nicht genutztwurde. Ein Team der Pfarre wird nun biszum Winter das Grundstück vonSträuchern und wilden Pflanzenbefreien, die Zugänge sichern und denBoden umgraben. Im Frühjahr 2020wird der Garten dann angelegt undbepflanzt. Beerensträucher zumNaschen, Kräuter zum Riechen,Sitzgelegenheiten zum Verweilen, alldas sind angestrebte Ziele. Der Gartensoll ein friedlicher Ort für alle werden:Rastplatz bei Spaziergängen; Treffpunkt für Gruppen der Pfarre; ein Ort an dem einem bewusst wird, wie schön Gottes Schöpfung eigentlich ist.
                                                                                                                                      Prisca Mayer

 


Franz Fischler: „Freiheit braucht vernünftige Regeln“

 

Franz Fischler: „Es gibt keine Freiheit auf Kosten der Freiheit anderer Menschen.“

 https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/76310.html


Wunder Wasser

Antworten von Kardinal Christoph Schönborn in der Tageszeitung "Heute" am 16.August 2019

Gedanken des Kardinals zum Thema


Unruhestifter im Glauben

Meister Eckhart und das Brennen der Seele in Gott

Weil seine deutschen Predigten zur Ketzerei verleiten hätten können, eröffnete der Erzbischof von Köln ein Inquisitionsverfahren gegen den Meister

zum Thema


„DAS BÖSE WANDELT IMMER SEIN GESICHT“

 Psychiater und Psychotherapeut Reinhard Haller im Sommergespräch. Über das Böse und die Wirkkraft der Wertschätzung.

zum Thema


Amazonien - spirituell Wandel gestalten

von der Tagung im Schloss Puchberg bei Wels

 


„Die Mondlandung war ein Ausdruck des Menschseins“

 mehr dazu im Sonntag

 

Schöpfungsverantwortung - Amazonien-Synode

Ein weltkirchliches Ereignis im Oktober 2019 wirft seine Schatten voraus: Die Amazonien-Synode. In der Vorbereitung legte Papst Franziskus, wie schon anderen Gelegenheiten, großen Wert darauf, dass die Betroffenen und ihre Bedürfnisse gehört werden. Mehr als 85.000 Menschen v.a. aus dem Amazonasgebiet haben sich im Vorbereitungsprozess beteiligt. Es geht – ganz im Sinn der Enzyklika „Laudato Si“ - um das Hinhören auf den Schrei, der aus dem Amazonasgebiet emporsteigt und auf dem ganzen Planeten widerhallt: Ein Schrei der Menschen, die ihr Leben bedroht sehen, und ein Schrei der Erde bzw. Natur, die Gewalt erleidet.

 

Schon auf diese Weise geht von der Synode ein Zeichen aus, das für die ganze Weltkirche Bedeutung hat – sich von einer „allmächtigen“ und zentralistischen zu einer hörend-dialogischen und dienenden Kirche zu wandeln, welche die religiösen, kulturellen, ökologischen und gesellschaftlichen Bedingungen vor Ort ernst nimmt. Die Synode wird grundsätzliche Fragen angehen, die nicht nur das weit entfernte „Rand“-Gebiet Amazonien (das sich über 9 Staaten erstreckt), die indigenen Völker der Region und den Regenwald betreffen. Erwin Kräutler meinte jüngst in Vorarlberg, kurz, bevor es für ihn wieder nach Rom zu den Vorbereitungsarbeiten zur Synode ging: „Wir müssen verstehen, dass die Amazonien-Synode eine Angelegenheit der ganzen Welt ist. Es geht hier wirklich um Sein oder Nicht-Sein. Denn, wenn Amazonien nicht mehr leben kann, dann sitzen auch alle anderen auf einem absterbenden Ast. Warum? Weil Amazonien eine regulierende Funktion für das Weltklima hat. Während wir uns auf die Synode vorbereiten, geht es tüchtig weiter mit der Abholzung des Regenwaldes und die derzeit herrschende Regierung hat uns auch schon wissen lassen, dass sich die Welt nicht in die Angelegenheiten Brasiliens einzumischen habe.“

 

Doch auch die dortigen pastoralen Nöte betreffen uns genauso wie die ökologische Krise. Anja Appel von der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission: “Amazonien ist ein Spiegel, der uns die Dringlichkeit einer radikalen pastoralen, sozialen und ökologischen Neuorientierung deutlich vor Augen hält. Die Krise und Tragik Amazoniens ist Folge der Krise unseres globalisierten zerstörerischen Wirtschaftssystems und Lebensstils.“

 

Um diese lebensnotwendigen „neuen Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“ (so der Untertitel der Synode) umzusetzen, braucht es ein Bewusstsein der Zusammengehörigkeit als Weltkirche - als weltweite Glaubens-, Lern- und Solidargemeinschaft von Wien bis Amazonien: „Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um gemeinsam unser Gemeinsames Haus zu hüten“ heißt es im Vorbereitungsdokument des universalkirchlichen Ereignisses. Das sehen auch wir vom Referat Weltkirche unseren Auftrag und werden - vernetzt mit anderen weltkirchlichen Einrichtungen - daran arbeiten, die Erkenntnisse der Synode wirksam in unseren Diözesanprozess einzubringen.

 

Denn es gibt nur eine Krise, die uns alle, unsere ganze Weltkirche und unsere Erde betrifft. In diesem entscheidenden Moment („Kairos“) gilt es, diese aus der Kraft unseres Glaubens gemeinsam und entschlossen anzugehen, um glaubwürdig Kirche zu sein, mit einer ganzheitlichen Umkehr ernst zu machen und – in unserer weltkirchlichen Verantwortung - ein „gutes Leben für ALLE“ zu ermöglichen: „Wir hoffen, dass diese Synode ein konkreter Ausdruck der Synodalität einer Kirche im Aufbruch wird, damit das Leben in Fülle, das Jesus der Welt brachte, bei allen ankommt, und besonders bei den Armen.“ (Synoden-Arbeitsdokument, Nr. 147)

 

Allen unseren Mitstreitern und treuen Lesern wünschen wir einen erholsamen Sommer!

 

Christian Zettl, Roland Reisenauer und Claudia List

vom Referat Weltkirche

 


WARUM HABGIER UNS ALLE BETRIFFT

Wenn ein Mensch nichts Bereicherndes in seinem Leben hat, dann bereichert er sich an Materiellem.

zum Artikel

 

DER ZORN GEHÖRT ZU UNS MENSCHEN DAZU

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HOCHMUT KOMMT VOR DEM FALL

Hochmut gilt im Christentum als eine der zentralen Sünden und wird umgangssprachlich oft auch als Todsünde bezeichnet. Doch wem und warum schadet Hochmut? Wo hört gesundes Selbstbewusstsein auf? Und: Haben wir alle den Hang dazu, manchmal hochmütig zu sein?

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 Europa braucht dich

An diesem Sonntag, 26. Mai, finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Warum es für uns Christen ein wichtiges Anliegen sein muss, zur Wahl zu gehen, erklärt der österreichische Europa-Bischof Ägidius Zsifkovics.


 

 

Fasten mit Freunden: Die Boomerang Challenge-App

Check doch mal deine Gewohnheiten: Welche belasten und bremsen dich? Und was kommt in deinem Leben zu kurz? Die "Boomerang Challenge App" hilft dir, Vorsätze einzuhalten.

https://www.meinplan.at/blog/fasten-mit-freunden-die-boomerang-challenge-app-414


 

 

Bildungswerk-LeiterInnen - Newsletter Industrieviertel Februar 2019

Inhaltsverzeichnis

·  Vorschau: Regionaler Bildungstag, Basics, Regionaltreffen

·  Veranstaltungs-Tipps aus der Region

 

Basics

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Mag.Christian Zettl

 

Katholisches Bildungswerk Wien

Regionalstelle Industrieviertel

Domplatz 1

2700 Wiener Neustadt

 

T:   02622/29131-5033

T:   0664/6101263

M: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

I:    www.bildungswerk.at


Ordnung halten: gemeinsam schaffen wir mehr

ordnung halten - meinefamilie.at

Viele Eltern beschweren sich, dass sie ständig hinter ihren Kindern her räumen müssen. Aber ist es wirklich notwendig? Schaffen manche Kinder keine Ordnung zu machen, oder sind die Eltern daran schuld? Und wie erziehe ich mein Kind zu einem ordentlichen Menschen?

Vor ein paar Tagen führte mich mein 20 Monate alter Sohn in sein Kinderzimmer. Stolz zeigte er mir, wie er alle seine Autos in die Kiste gegeben hat, in die sie rein gehören. Ich war unendlich stolz. Denn ich versuche ihn immer wieder in den Prozess des Aufräumens einzubinden. Manchmal geht es besser, manchmal gar nicht. Aber ich gebe nicht auf und versuche ein gutes Vorbild zu sein.

Spannender Alltag

Während das Ausräumen des Geschirrspülers für mich eine langweilige und lästige Tätigkeit ist, rennt mein Sohn begeistert jedes Mal in die Küche, wenn ich ihn frage, ob er mir helfen will. Eine Gabel nach der anderen holt er raus und gibt mir diese in die Hand. Manchmal hilft er, bis ich ganz fertig bin, manchmal rennt er nach kurzer Zeit wieder davon. So oder so, seine Hilfe finde ich sehr süß, auch wenn es ewig lange dauert fertig zu werden. Aber wieso soll ich ihm diese Freude nehmen? Während viele Tätigkeiten im Haushalt für uns nur noch automatisch ablaufen, sind sie für unsere Kinder die spannendsten Sachen auf der Welt. Deshalb macht es wenig Sinn schnell etwas alleine fertig zu machen. Denn damit nehmen wir den Kindern eine tolle Beschäftigung. Und sie erfahren auch das tolle Gefühl nicht, dass sie etwas geschafft haben und dass sie in der Familie eine wichtige Aufgabe erfüllen. Uns mag es viele Nerven kosten, wenn das Kind langsam und Löffel für Löffel den Geschirrspüler ausräumt, aber für das Kind bedeutet es ein richtiges Erlebnis.

Richtige Motivation, klare Anweisungen

„Räume dein Zimmer auf!“ Diesen Satz hörte ich als Kind gefühlte hunderttausend Mal. Am Ende kam meine Mutter rein und zeigte mir noch hundert Sachen, die ich vergessen habe. Voll frustrierend. Deshalb half ich später lieber meinem Papa bei den „Männersachen“, als meiner Mama beim Aufräumen. Kinder brauchen klare Anweisungen und Mithilfe. „Räume deine Autos in die grüne Kiste!“ Kling doch viel eindeutiger und das Kind weiß sofort, was wir von ihm erwarten. Machen wir daraus einen Wettbewerb, wird es gleich  lustiger. Man kann die Autos auch in die Kiste einparken, oder daraus ein Suchspiel machen. „Wo ist das blaue Auto mit dem schönen Sticker auf dem Dach?“ Wird das Auto gefunden, landet es in der Kiste.

 

 

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Ordnung muss sein! Wirklich?

Übertriebene Ordnung um jeden Preis zu halten sorgt für viel Frustration und Ärger. Muss wirklich jeden Abend alles weggeräumt werden? Darf die schöne Eisenbahn nicht ein paar Tage mitten im Zimmer liegen bleiben? Für Kinder ist es wichtig, dass sie Orte haben, wo ihre nicht fertig gespielte Sachen liegen bleiben können. Spielt mein Kind tagelang mit seinem Lego, muss ich seine Bauwerke nicht täglich auseinandernehmen und wegräumen. Man kann statt dessen eine kleine Ausstellung daraus machen und am Abend den Papa durch diese Ausstellung führen. Ein wenig Kreativität und Verständnis für die kindliche Welt schadet nicht.

 
Bleistift

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Lasst eure Kinder in Ruhe spielen

MEHR ERFAHREN

Kinder schaffen eigene Ordnung

Manchmal ist es für uns unverständlich, dass die Puppe in die Kiste zu den Autos gehört. Aber auch Kinder haben ihre Vorstellung von Ordnung und diese sollte man akzeptieren. Vielleicht passt die Puppe auf die Autos auf. Es ist besser mit den Kindern  zu reden, bevor das ganze Zimmer umgeräumt wird. Vielleicht kommen überraschende Erklärungen zum Vorschein.

Wie bei allem, auch hier heißt es: GEDULD! Kinder brauchen mehr Zeit, könne sich oft nicht so lange auf eine Sache konzentrieren und erkunden gerne Dinge, die sie wegräumen sollten. Last euch Zeit! Dann klappt es auch mit dem Aufräumen immer besser.


 

rimage

Wir müssen mehr "out off the box" denken


„Die Bibel ist Trost, Kompass und Herausforderung“


Schöpfungsmonat September

 

Achtsamkeit auf die Schöpfung - Glyphosat


ÖSTERREICH VERFEHLT QUOTE BEI DER ENTWICKLUNGSHILFE WEIT


https://www.erzdioezese-wien.at/site/nachrichtenmagazin/magazin/buecher/article/64222.html


Schöpfungsverantwortung

Wir Christen tragen auch eine hohe Verantwortung für alle von Gott geschaffenen Werke. Für die Erde, die uns trägt und nährt gilt dies ganz besonders. Daher gebührt dem Schöpfer Lob und Dank und unsere Kraft, um dieses großartige Werk nicht zu schädigen.

Katholische und orthodoxe Kirche zum Tag der Schöpfungsverantwortung


 Bibelübersetzung

Die neue Einheitsübersetzung

Stellungnahme Card. Christoph Schönborn zu einem Artikel der Kronenzeitung vom 24. Dezember 2017


100 Jahre Fatima

Heiligsprechung am 13. Mai 

 Papst Franziskus spricht am 13. Mai die Hirtenkinder Francisco und Jacinta Marto heilig. Die Botschaft von Fatima - besonders Gebet um Frieden - hat sich seit der Proklamation des Mariendogmas 1950 und dem Attentat auf den hl. Papst Johannes Paul II. weltweit verbreitet.

https://www.erzdioezese-wien.at/site/glaubenfeiern/spirituelles/grossechristen/heiligsprechungenfatima/article/56889.html


 

 

Amoris Laetitia: Sechs zentralen Punkte

Nicht immer nur Rom, Realismus, Es geht um die Liebe, Eingliederung aller, Das Gewissen und Wider das öffentliche Gezerre, das sind für Radio Vatikan die sechs entscheidenden Punkte im Papstschreiben Amoris Laetitia.


Ich „empfehle nicht, es hastig ganz durchzulesen“: Papst Franziskus legt dem schnellen Interesse Zügel an, gleich zu Beginn des Dokumentes Amoris Laetitia erklärt er, warum der Text so umfangreich geworden ist, und warnt vor einem zu schnellen Suchen und Lesen. Um sich aber in diesem, wie der Papst sagt, umfangreichen Text orientieren zu können, geben wir hier einen Überblick über die wichtigsten Punkte der Apostolischen Exhortation.

 

1. Nicht immer nur Rom

„Nicht alle doktrinellen, moralischen oder pastoralen Diskussionen (müssen) durch ein lehramtliches Eingreifen entschieden werden“ (AL 3). Gleich zu Beginn gibt der Papst einen der Schlüssel für den Umgang mit der Wirklichkeit an: Lösungen kommen nicht ausschließlich ‚von oben’. Dahinter steht die Idee der Inkulturation, das heißt, vor Ort können Lösungen anders aussehen als im Nachbarland oder in einem anderen Kulturkreis, weil die Umstände andere sind.

 

2. Realismus

Es sind „Urteile zu vermeiden, welche die Komplexität der verschiedenen Situationen nicht berücksichtigen“. Dem Papst geht es um den Blick auf die Wirklichkeit, nicht auf das Ideal. Ohne Aufmerksamkeit für die Realität kann man weder die Bedürfnisse der Gegenwart noch den Ruf des Heiligen Geistes verstehen, heißt es im Text. Realismus helfe dabei, „ein allzu abstraktes theologisches Ideal der Ehe (...), das fast künstlich konstruiert und weit von der konkreten Situation und den tatsächlichen Möglichkeiten der realen Familien entfernt ist“, zu vermeiden (AL 36). Idealismus führt dazu, dass die Ehe nicht als das gesehen wird, was sie ist, nämlich ein „dynamischer Weg der Entwicklung und Verwirklichung“ (AL 37).

 

3. Es geht um Liebe

Das zentrale Kapitel – wie der Papst es bezeichnet – ist das Kapitel über die Liebe, wobei der Papst das Wort „amor“ benutzt, nicht das der Nächstenliebe nähere Wort „caritas“. Es geht um alle Aspekte der Liebe, von Verlässlichkeit und Hingabe über Leidenschaft und Erotik bis zum Wandel im Alter und zum Tod. Sexualität zum Beispiel wird „als eine Teilhabe an der Fülle des Lebens in seiner (Christi) Auferstehung erlebt“, es herrscht ein positiver Grundton vor. Der Papst betont, dass „im Wesen der ehelichen Liebe selbst die Öffnung auf die Endgültigkeit hin vorhanden ist“ (AL 123), und zwar in der ganzen Weite der Ehe, im „Miteinander von Wonnen und Mühen, von Spannungen und Erholung, von Leiden und Befreiung, von Befriedigung und Streben, von Missbehagen und Vergnügen“ (AL 126).

 

4. Eingliederung aller

„Es geht darum, alle einzugliedern; man muss jedem Einzelnen helfen, seinen eigenen Weg zu finden, an der kirchlichen Gemeinschaft teilzuhaben, damit er sich als Empfänger einer unverdienten, bedingungslosen und gegenleistungsfreien Barmherzigkeit empfindet“ (AL 297). Pastoral ist nicht einfach die Umsetzung von Regeln in die Praxis, sie muss vom Einzelnen in seiner jeweiligen Situation ausgehen. Die Perspektive dazu ist die, alle – dieses Wort betont der Papst – zu integrieren.

 

5. Das Gewissen

„Wir sind berufen, die Gewissen zu bilden, nicht aber dazu, den Anspruch zu erheben, sie zu ersetzen“ (AL 37). Zu einer Erwägung im Gewissen gehören der Blick auf die Lehren Christi und auf die Tradition der Kirche, zu leichte und zu harte Lösungen gleichermaßen sind Verrat an der konkreten Lebenssituation. Außerdem ist aber der Einzelne zu respektieren, im Gewissen ist er allein mit Gott. Das erklärt auch, weshalb das Dokument keine neuen Regeln vorgibt: „Wenn man die zahllosen Unterschiede der konkreten Situationen (…) berücksichtigt, kann man verstehen, dass man von der Synode oder von diesem Schreiben keine neue, auf alle Fälle anzuwendende generelle gesetzliche Regelung kanonischer Art erwarten durfte. Es ist nur möglich, eine neue Ermutigung auszudrücken zu einer verantwortungsvollen persönlichen und pastoralen Unterscheidung der je spezifischen Fälle“ (AL 300).

 

6. Wider das öffentliche Gezerre

„Die Debatten, wie sie in den Medien oder in Veröffentlichungen und auch unter kirchlichen Amtsträgern geführt werden, reichen von einem ungezügelten Verlangen, ohne ausreichende Reflexion oder Begründung alles zu verändern, bis zu der Einstellung, alles durch die Anwendung genereller Regelungen oder durch die Herleitung übertriebener Schlussfolgerungen aus einigen theologischen Überlegungen lösen zu wollen“ (AL 2). Dem Papst ist bewusst, was für einen Begleitlärm die Synode hatte, innerkirchlich und auch medial. Bereits in seinen beiden Abschlussreden hatte er das kritisiert, in Amoris Laetitia benennt er diesen Umstand noch einmal deutlich. Hinter der Kritik steckt auch eine Aufforderung: nicht hektisch zu lesen, nicht die Debatte zu überspitzen, sondern ruhig und betrachtend die einzelnen Themen und Teile des Textes durchzugehen.

 

 

(49830)

erstellt von: Radio Vatican

 

Gemeinsame Erklärung von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill von Moskau

https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/48671.html


 

Kinder brauchen in multikultureller Gesellschaft Orientierung

http://www.meinefamilie.at/kindern-von-gott-erzaehlen/


 

Kirche in Österreich
ein wichtiger Wirtschaftsfaktor


 

Umweltenzyklika des Papstes

In seiner neuesten Enzyklika will Papst Franziskus alle Menschen ansprechen und sie aufrütteln, mehr Verantwortung für die Schöpfung zu zeigen. Der Raubbau an Mutter Erde bringt nur einem kleinen Teil der Weltbevölkerung Wohlstand, für den weitaus größten Teil der Menschen und der Lebewesen dieser Erde kommt es zum Entzug der Lebensgrundlagen. Im Anschluss findest du die Enzyklika "laudate si" im ganzen Wortlaut:

http://w2.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html


 

Über die Maiandacht

 


 

 

 

Kreuzweg und Osterei                                                

Wer mit Kindern über Ostern sprechen möchte, der kann sich einiger „Hilfsmittel" bedienen. Mit Kindern über Ostern zu sprechen, fällt Erwachsenen nicht immer leicht. Denn auch wenn am Ende steht, dass das Leben den Tod besiegt, wirft das Osterfest doch auch Themen wie Angst, Einsamkeit, Enttäuschung, Gewalt und Tod auf. Einfacher wird es, wenn man sich verschiedenster „Hilfsmittel“ bedient, anhand derer über das biblische Geschehen gesprochen werden kann. Der Kreuzweg in der eigenen Pfarrkirche könnte etwa so ein „Hilfsmittel“ sein. Einen ganz besonderen Kreuzweg, der seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für Jung und Alt ist, findet man rund um die Kalvarienbergkirche auf dem Sankt-Bartholomäus-Platz 3, in Wien 17 (Öffnungszeiten: bis 5.4. tägl. von 10 – 17.30 Uhr). Es handelt sich dabei um keinen traditionellen Kreuzweg mit den üblichen 14 Stationen, sondern einen Kreuzweg, der die Erlösung des Menschen und die damit verbundene Wandlung seiner sieben Hauptsünden in Tugenden thematisiert. Ein schweres Thema für Kinder, zugegeben, aber die „Kreuzwegbilder“ in Hernals – lebensgroße, bunte, expressionistische Reliefs – eignen sich hervorragend auch für kleinere Kinder. Auf das Ei gekommen Auch Ostersymbole und Bräuche können helfen, dem Kern der Sache näher zu kommen: Die Palmkätzchen, die nach dem Winter rasch blühen; die Eier, die von außen hart sind, aus denen aber Leben kommen kann – das alles symbolisiert, dass das Leben den Tod besiegt. Dem Osterei von seiner genussvollen Seite nähern, kann man sich in den Osterferien zum Beispiel im Volkskundemuseum im 8. Bezirk. Unter dem Titel „Veilchen-Saatgut-Zwiebelschalen“ wird es auch darum gehen, was Zwiebelschalen mit Ostereiern zu tun haben.
erstellt von: Der Sonntag / Andrea Harringer 25.03.2015

 

Nein zur neuen Vergötterung des Geldes

55. Einer der Gründe dieser Situation liegt in der Beziehung, die wir zum Geld hergestellt haben, denn friedlich akzeptieren wir seine Vorherrschaft über uns und über unsere Gesellschaften. Die Finanzkrise, die wir durchmachen, lässt uns vergessen, dass an ihrem Ursprung eine tiefe anthropologische Krise steht: die Leugnung des Vorrangs des Menschen! Wir haben neue Götzen geschaffen. Die Anbetung des antiken goldenen Kalbs (vgl. Ex 32,1-35) hat eine neue und erbarmungslose Form gefunden im Fetischismus des Geldes und in der Diktatur einer Wirtschaft ohne Gesicht und ohne ein wirklich menschliches Ziel. Die weltweite Krise, die das Finanzwesen und die Wirtschaft erfasst, macht ihre Unausgeglichenheiten und vor allem den schweren Mangel an einer anthropologischen Orientierung deutlich – ein Mangel, der den Menschen auf nur eines seiner Bedürfnisse reduziert: auf den Konsum. 56. Während die Einkommen einiger weniger exponentiell steigen, sind die der Mehrheit immer weiter entfernt vom Wohlstand dieser glücklichen Minderheit. Dieses Ungleichgewicht geht auf Ideologien zurück, die die absolute Autonomie der Märkte und die Finanzspekulation verteidigen. Darum bestreiten sie das Kontrollrecht der Staaten, die beauftragt sind, über den Schutz des Gemeinwohls zu wachen. Es entsteht eine neue, unsichtbare, manchmal virtuelle Tyrannei, die einseitig und unerbittlich ihre Gesetze und ihre Regeln aufzwingt. Außerdem entfernen die Schulden und ihre Zinsen die Länder von den praktikablen Möglichkeiten ihrer Wirtschaft und die Bürger von ihrer realen Kaufkraft. Zu all dem kommt eine verzweigte Korruption und eine egoistische Steuerhinterziehung hinzu, die weltweite Dimensionen angenommen haben. Die Gier nach Macht und Besitz kennt keine Grenzen. In diesem System, das dazu neigt, alles aufzusaugen, um den Nutzen zu steigern, ist alles Schwache wie die Umwelt wehrlos gegenüber den Interessen des vergötterten Marktes, die zur absoluten Regel werden. Aus Evangelli Gaudium 55 - 56 erstellt von: Papst Franziskus


 

 

Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten!

Mir ist eine „verbeulte“ Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist.

Papst Franziskus in Evangelii Gaudium 49

 


 

Informationen über Glauben, Personen und Wissenswertes in den Dekanaten Kirchberg am Wechsel und Kirchschlag

http://www.erzdioezese-wien.at/

 

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