„Die Mondlandung war ein Ausdruck des Menschseins“

 mehr dazu im Sonntag

 

Schöpfungsverantwortung - Amazonien-Synode

Ein weltkirchliches Ereignis im Oktober 2019 wirft seine Schatten voraus: Die Amazonien-Synode. In der Vorbereitung legte Papst Franziskus, wie schon anderen Gelegenheiten, großen Wert darauf, dass die Betroffenen und ihre Bedürfnisse gehört werden. Mehr als 85.000 Menschen v.a. aus dem Amazonasgebiet haben sich im Vorbereitungsprozess beteiligt. Es geht – ganz im Sinn der Enzyklika „Laudato Si“ - um das Hinhören auf den Schrei, der aus dem Amazonasgebiet emporsteigt und auf dem ganzen Planeten widerhallt: Ein Schrei der Menschen, die ihr Leben bedroht sehen, und ein Schrei der Erde bzw. Natur, die Gewalt erleidet.

 

Schon auf diese Weise geht von der Synode ein Zeichen aus, das für die ganze Weltkirche Bedeutung hat – sich von einer „allmächtigen“ und zentralistischen zu einer hörend-dialogischen und dienenden Kirche zu wandeln, welche die religiösen, kulturellen, ökologischen und gesellschaftlichen Bedingungen vor Ort ernst nimmt. Die Synode wird grundsätzliche Fragen angehen, die nicht nur das weit entfernte „Rand“-Gebiet Amazonien (das sich über 9 Staaten erstreckt), die indigenen Völker der Region und den Regenwald betreffen. Erwin Kräutler meinte jüngst in Vorarlberg, kurz, bevor es für ihn wieder nach Rom zu den Vorbereitungsarbeiten zur Synode ging: „Wir müssen verstehen, dass die Amazonien-Synode eine Angelegenheit der ganzen Welt ist. Es geht hier wirklich um Sein oder Nicht-Sein. Denn, wenn Amazonien nicht mehr leben kann, dann sitzen auch alle anderen auf einem absterbenden Ast. Warum? Weil Amazonien eine regulierende Funktion für das Weltklima hat. Während wir uns auf die Synode vorbereiten, geht es tüchtig weiter mit der Abholzung des Regenwaldes und die derzeit herrschende Regierung hat uns auch schon wissen lassen, dass sich die Welt nicht in die Angelegenheiten Brasiliens einzumischen habe.“

 

Doch auch die dortigen pastoralen Nöte betreffen uns genauso wie die ökologische Krise. Anja Appel von der Koordinierungsstelle der Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission: “Amazonien ist ein Spiegel, der uns die Dringlichkeit einer radikalen pastoralen, sozialen und ökologischen Neuorientierung deutlich vor Augen hält. Die Krise und Tragik Amazoniens ist Folge der Krise unseres globalisierten zerstörerischen Wirtschaftssystems und Lebensstils.“

 

Um diese lebensnotwendigen „neuen Wege für die Kirche und eine ganzheitliche Ökologie“ (so der Untertitel der Synode) umzusetzen, braucht es ein Bewusstsein der Zusammengehörigkeit als Weltkirche - als weltweite Glaubens-, Lern- und Solidargemeinschaft von Wien bis Amazonien: „Wir müssen unsere Kräfte bündeln, um gemeinsam unser Gemeinsames Haus zu hüten“ heißt es im Vorbereitungsdokument des universalkirchlichen Ereignisses. Das sehen auch wir vom Referat Weltkirche unseren Auftrag und werden - vernetzt mit anderen weltkirchlichen Einrichtungen - daran arbeiten, die Erkenntnisse der Synode wirksam in unseren Diözesanprozess einzubringen.

 

Denn es gibt nur eine Krise, die uns alle, unsere ganze Weltkirche und unsere Erde betrifft. In diesem entscheidenden Moment („Kairos“) gilt es, diese aus der Kraft unseres Glaubens gemeinsam und entschlossen anzugehen, um glaubwürdig Kirche zu sein, mit einer ganzheitlichen Umkehr ernst zu machen und – in unserer weltkirchlichen Verantwortung - ein „gutes Leben für ALLE“ zu ermöglichen: „Wir hoffen, dass diese Synode ein konkreter Ausdruck der Synodalität einer Kirche im Aufbruch wird, damit das Leben in Fülle, das Jesus der Welt brachte, bei allen ankommt, und besonders bei den Armen.“ (Synoden-Arbeitsdokument, Nr. 147)

 

Allen unseren Mitstreitern und treuen Lesern wünschen wir einen erholsamen Sommer!

 

Christian Zettl, Roland Reisenauer und Claudia List

vom Referat Weltkirche

 


WARUM HABGIER UNS ALLE BETRIFFT

Wenn ein Mensch nichts Bereicherndes in seinem Leben hat, dann bereichert er sich an Materiellem.

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DER ZORN GEHÖRT ZU UNS MENSCHEN DAZU

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HOCHMUT KOMMT VOR DEM FALL

Hochmut gilt im Christentum als eine der zentralen Sünden und wird umgangssprachlich oft auch als Todsünde bezeichnet. Doch wem und warum schadet Hochmut? Wo hört gesundes Selbstbewusstsein auf? Und: Haben wir alle den Hang dazu, manchmal hochmütig zu sein?

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 Europa braucht dich

An diesem Sonntag, 26. Mai, finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Warum es für uns Christen ein wichtiges Anliegen sein muss, zur Wahl zu gehen, erklärt der österreichische Europa-Bischof Ägidius Zsifkovics.


 

 

Fasten mit Freunden: Die Boomerang Challenge-App

Check doch mal deine Gewohnheiten: Welche belasten und bremsen dich? Und was kommt in deinem Leben zu kurz? Die "Boomerang Challenge App" hilft dir, Vorsätze einzuhalten.

https://www.meinplan.at/blog/fasten-mit-freunden-die-boomerang-challenge-app-414


 

 

Bildungswerk-LeiterInnen - Newsletter Industrieviertel Februar 2019

Inhaltsverzeichnis

·  Vorschau: Regionaler Bildungstag, Basics, Regionaltreffen

·  Veranstaltungs-Tipps aus der Region

 

2)   Vorschau

Regionaler Bildungstag

Regionaler Bildungstag 2019 im Industrieviertel: fest.engagiert fest.motiviert - Fest der Freiwilligen

16.März 2019, 15 - 20 Uhr, Warth, Landwirtschaftliche Fachschule, Aichhof 1

Impulsgespräche | Best Practice im Ehrenamt | Workshops | Markt der Möglichkeiten | Kulinarik aus der Region | Musik & Kabarett

PROGRAMM

 

Basics

"Mit Freude und Know-how Bildungsveranstaltungen organisieren" ist ein österreichweit anerkannter und wba-akkreditierter Grundkurs in drei Modulen für alle Mitarbeiter/innen in der Bildungsarbeit.

Modul 1: Attraktives Programm am Puls der Zeit - Veranstaltungen finanzieren und organisieren

Fr 5.April 2019, 17 – 21 Uhr, Wiener Neustadt, Bildungszentrum St. Bernhard, Domplatz 1

 

Anmeldung: Katholisches Bildungswerk Wien, 01/51 552-3320,  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

PROGRAMM

 

Regionaltreffen

Aktuelle Themen für die Praxis, gelungene Veranstaltungen in der Region, neue Angebote aus dem Bildungswerk, Vernetzung & Erfahrungsaustausch stehen im Mittelpunkt der Regionaltreffen für alle in der Erwachsenenbildung Aktiven und Interessierten.

 

Termine Frühjahr 2019:

 

Hinterbrühl        DO, 25.04.2019

Kirchschlag         MI, 08.05.2019

Gloggnitz            DO, 09.05.2019

Aspang                MI, 15.05.2019

Wöllersdorf        DO, 23.05.2019

Schwadorf           FR, 07.06.2019

 

Beginn: jeweils 19 Uhr

Anmeldung: Regionalstelle Industrieviertel, Katholisches Bildungswerk Wien, 02622/0664/610 12 63, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

3)   Veranstaltungs-Tipps aus der Region

Tipp: Alle Veranstaltungen sind auch für Ihre Pfarre/Einrichtung buchbar! Wenden Sie sich an Ihre Regionalstelle, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

FAKE NEWS - Nicht mit uns! Doch: wer sagt (uns) die Wahrheit?

Di, 12., 19. und 26. Februar 2019, jeweils 18 bis 21 Uhr, WIENER NEUSTADT, Bildungszentrum St. Bernhard, Domplatz 1

Wir werden täglich mit unzähligen Nachrichten konfrontiert. Lernen Sie mit Informationen selbstbestimmt, souverän, verantwortlich umzugehen, um von passiven Konsumenten zu kompetenten Nutzern zu werden!

Eintritt frei!

Online-Anmeldung oder telefonisch 02622 / 29 131

PROGRAMM

einfach.anders.leben Veranstaltungsreihe Nachhaltigkeit – Schöpfungsverantwortung

 

MI 13.Februar 2019, 19 Uhr, BAD ERLACH, Pfarrsaal, Hauptstraße 11:

Pfarrgemeinde FairWandeln - Schöpfungsverantwortung, faire Wirtschaft und soziales Engagement in der Pfarrgemeinde

PROGRAMM

DO 21.Februar 2019, 19 Uhr, WÖLLERSDORF, Pfarrheim, Anna-Steurer-Gasse 2:

Solidarische Landwirtschaft - BäuerInnen und KonsumentInnen arbeiten zusammen für eine ökologisch und sozial nachhaltige Welt

PROGRAMM

Bibelreihe in der Buckligen Welt: Die Bibel. Hören. Lesen. Leben.

4 Module zum Umgang mit der Heiligen Schrift von März bis November 2019

Modul 1: Die Bibel mit Gewinn lesen

Mi, 13. Februar 2019, KRUMBACH, Kirchengasse 1

Mi, 20. März 2019, WIESMATH, Pfarrheim, Hauptplatz 1

 

Modul 2: Die Bibel in der Liturgie

Mi, 20. Februar 2019, KRUMBACH, Kirchengasse 1

Mi, 24. April 2019, SCHWARZENBACH, Pfarrsaal, Markt 44

 

Beginn: jeweils 19 Uhr

 

PROGRAMM

Zwischen Hijab und Tracht

 

Unterschiedliche Lebenswelten von Frauen - Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung

Do, 28.Februar 2019, 19 Uhr, Wiener Neustadt, Bildungszentrum St. Bernhard, Domplatz 1

Eintritt frei!

Online-Anmeldung

PROGRAMM

Industrieviertel-Akademie 2019: Care – menschenwürdige Pflege. Zwischen Pflegenotstand und Zukunftsmodellen

Fr, 22. März 2019, 18 — 21 Uhr, WIENER NEUSTADT, Bildungszentrum St. Bernhard, Domplatz 1,

In Österreich sind mehr als 400.000 Personen über 80 Jahre. In den nächsten Jahren droht ein Pflege-Notstand, warnen ExpertInnen. Die Herausforderungen für pflegende Angehörige, Pflegepersonal-Fachkräfte, BetreuerInnen und SeelsorgerInnen sind enorm. Uneinheitliche Rahmenbedingungen und wachsende Kosten tun ihr übriges. Gefragt sind zukunftsweisende Reformansätze und innovative Modelle. Die Industrieviertel-Akademie 2019 bietet eine Diskussionsplattform für alle Betroffenen und Interessierten.

Online-Anmeldung

PROGRAMM

 

Mag.Christian Zettl

 

Katholisches Bildungswerk Wien

Regionalstelle Industrieviertel

Domplatz 1

2700 Wiener Neustadt

 

T:   02622/29131-5033

T:   0664/6101263

M: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

I:    www.bildungswerk.at


Ordnung halten: gemeinsam schaffen wir mehr

ordnung halten - meinefamilie.at

Viele Eltern beschweren sich, dass sie ständig hinter ihren Kindern her räumen müssen. Aber ist es wirklich notwendig? Schaffen manche Kinder keine Ordnung zu machen, oder sind die Eltern daran schuld? Und wie erziehe ich mein Kind zu einem ordentlichen Menschen?

Vor ein paar Tagen führte mich mein 20 Monate alter Sohn in sein Kinderzimmer. Stolz zeigte er mir, wie er alle seine Autos in die Kiste gegeben hat, in die sie rein gehören. Ich war unendlich stolz. Denn ich versuche ihn immer wieder in den Prozess des Aufräumens einzubinden. Manchmal geht es besser, manchmal gar nicht. Aber ich gebe nicht auf und versuche ein gutes Vorbild zu sein.

Spannender Alltag

Während das Ausräumen des Geschirrspülers für mich eine langweilige und lästige Tätigkeit ist, rennt mein Sohn begeistert jedes Mal in die Küche, wenn ich ihn frage, ob er mir helfen will. Eine Gabel nach der anderen holt er raus und gibt mir diese in die Hand. Manchmal hilft er, bis ich ganz fertig bin, manchmal rennt er nach kurzer Zeit wieder davon. So oder so, seine Hilfe finde ich sehr süß, auch wenn es ewig lange dauert fertig zu werden. Aber wieso soll ich ihm diese Freude nehmen? Während viele Tätigkeiten im Haushalt für uns nur noch automatisch ablaufen, sind sie für unsere Kinder die spannendsten Sachen auf der Welt. Deshalb macht es wenig Sinn schnell etwas alleine fertig zu machen. Denn damit nehmen wir den Kindern eine tolle Beschäftigung. Und sie erfahren auch das tolle Gefühl nicht, dass sie etwas geschafft haben und dass sie in der Familie eine wichtige Aufgabe erfüllen. Uns mag es viele Nerven kosten, wenn das Kind langsam und Löffel für Löffel den Geschirrspüler ausräumt, aber für das Kind bedeutet es ein richtiges Erlebnis.

Richtige Motivation, klare Anweisungen

„Räume dein Zimmer auf!“ Diesen Satz hörte ich als Kind gefühlte hunderttausend Mal. Am Ende kam meine Mutter rein und zeigte mir noch hundert Sachen, die ich vergessen habe. Voll frustrierend. Deshalb half ich später lieber meinem Papa bei den „Männersachen“, als meiner Mama beim Aufräumen. Kinder brauchen klare Anweisungen und Mithilfe. „Räume deine Autos in die grüne Kiste!“ Kling doch viel eindeutiger und das Kind weiß sofort, was wir von ihm erwarten. Machen wir daraus einen Wettbewerb, wird es gleich  lustiger. Man kann die Autos auch in die Kiste einparken, oder daraus ein Suchspiel machen. „Wo ist das blaue Auto mit dem schönen Sticker auf dem Dach?“ Wird das Auto gefunden, landet es in der Kiste.

 

 

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Ordnung muss sein! Wirklich?

Übertriebene Ordnung um jeden Preis zu halten sorgt für viel Frustration und Ärger. Muss wirklich jeden Abend alles weggeräumt werden? Darf die schöne Eisenbahn nicht ein paar Tage mitten im Zimmer liegen bleiben? Für Kinder ist es wichtig, dass sie Orte haben, wo ihre nicht fertig gespielte Sachen liegen bleiben können. Spielt mein Kind tagelang mit seinem Lego, muss ich seine Bauwerke nicht täglich auseinandernehmen und wegräumen. Man kann statt dessen eine kleine Ausstellung daraus machen und am Abend den Papa durch diese Ausstellung führen. Ein wenig Kreativität und Verständnis für die kindliche Welt schadet nicht.

 
Bleistift

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Lasst eure Kinder in Ruhe spielen

MEHR ERFAHREN

Kinder schaffen eigene Ordnung

Manchmal ist es für uns unverständlich, dass die Puppe in die Kiste zu den Autos gehört. Aber auch Kinder haben ihre Vorstellung von Ordnung und diese sollte man akzeptieren. Vielleicht passt die Puppe auf die Autos auf. Es ist besser mit den Kindern  zu reden, bevor das ganze Zimmer umgeräumt wird. Vielleicht kommen überraschende Erklärungen zum Vorschein.

Wie bei allem, auch hier heißt es: GEDULD! Kinder brauchen mehr Zeit, könne sich oft nicht so lange auf eine Sache konzentrieren und erkunden gerne Dinge, die sie wegräumen sollten. Last euch Zeit! Dann klappt es auch mit dem Aufräumen immer besser.


 

rimage

Wir müssen mehr "out off the box" denken


„Die Bibel ist Trost, Kompass und Herausforderung“


Schöpfungsmonat September

 

Achtsamkeit auf die Schöpfung - Glyphosat


ÖSTERREICH VERFEHLT QUOTE BEI DER ENTWICKLUNGSHILFE WEIT


https://www.erzdioezese-wien.at/site/nachrichtenmagazin/magazin/buecher/article/64222.html


Schöpfungsverantwortung

Wir Christen tragen auch eine hohe Verantwortung für alle von Gott geschaffenen Werke. Für die Erde, die uns trägt und nährt gilt dies ganz besonders. Daher gebührt dem Schöpfer Lob und Dank und unsere Kraft, um dieses großartige Werk nicht zu schädigen.

Katholische und orthodoxe Kirche zum Tag der Schöpfungsverantwortung


 Bibelübersetzung

Die neue Einheitsübersetzung

Stellungnahme Card. Christoph Schönborn zu einem Artikel der Kronenzeitung vom 24. Dezember 2017


100 Jahre Fatima

Heiligsprechung am 13. Mai 

 Papst Franziskus spricht am 13. Mai die Hirtenkinder Francisco und Jacinta Marto heilig. Die Botschaft von Fatima - besonders Gebet um Frieden - hat sich seit der Proklamation des Mariendogmas 1950 und dem Attentat auf den hl. Papst Johannes Paul II. weltweit verbreitet.

https://www.erzdioezese-wien.at/site/glaubenfeiern/spirituelles/grossechristen/heiligsprechungenfatima/article/56889.html


 

 

Amoris Laetitia: Sechs zentralen Punkte

Nicht immer nur Rom, Realismus, Es geht um die Liebe, Eingliederung aller, Das Gewissen und Wider das öffentliche Gezerre, das sind für Radio Vatikan die sechs entscheidenden Punkte im Papstschreiben Amoris Laetitia.


Ich „empfehle nicht, es hastig ganz durchzulesen“: Papst Franziskus legt dem schnellen Interesse Zügel an, gleich zu Beginn des Dokumentes Amoris Laetitia erklärt er, warum der Text so umfangreich geworden ist, und warnt vor einem zu schnellen Suchen und Lesen. Um sich aber in diesem, wie der Papst sagt, umfangreichen Text orientieren zu können, geben wir hier einen Überblick über die wichtigsten Punkte der Apostolischen Exhortation.

 

1. Nicht immer nur Rom

„Nicht alle doktrinellen, moralischen oder pastoralen Diskussionen (müssen) durch ein lehramtliches Eingreifen entschieden werden“ (AL 3). Gleich zu Beginn gibt der Papst einen der Schlüssel für den Umgang mit der Wirklichkeit an: Lösungen kommen nicht ausschließlich ‚von oben’. Dahinter steht die Idee der Inkulturation, das heißt, vor Ort können Lösungen anders aussehen als im Nachbarland oder in einem anderen Kulturkreis, weil die Umstände andere sind.

 

2. Realismus

Es sind „Urteile zu vermeiden, welche die Komplexität der verschiedenen Situationen nicht berücksichtigen“. Dem Papst geht es um den Blick auf die Wirklichkeit, nicht auf das Ideal. Ohne Aufmerksamkeit für die Realität kann man weder die Bedürfnisse der Gegenwart noch den Ruf des Heiligen Geistes verstehen, heißt es im Text. Realismus helfe dabei, „ein allzu abstraktes theologisches Ideal der Ehe (...), das fast künstlich konstruiert und weit von der konkreten Situation und den tatsächlichen Möglichkeiten der realen Familien entfernt ist“, zu vermeiden (AL 36). Idealismus führt dazu, dass die Ehe nicht als das gesehen wird, was sie ist, nämlich ein „dynamischer Weg der Entwicklung und Verwirklichung“ (AL 37).

 

3. Es geht um Liebe

Das zentrale Kapitel – wie der Papst es bezeichnet – ist das Kapitel über die Liebe, wobei der Papst das Wort „amor“ benutzt, nicht das der Nächstenliebe nähere Wort „caritas“. Es geht um alle Aspekte der Liebe, von Verlässlichkeit und Hingabe über Leidenschaft und Erotik bis zum Wandel im Alter und zum Tod. Sexualität zum Beispiel wird „als eine Teilhabe an der Fülle des Lebens in seiner (Christi) Auferstehung erlebt“, es herrscht ein positiver Grundton vor. Der Papst betont, dass „im Wesen der ehelichen Liebe selbst die Öffnung auf die Endgültigkeit hin vorhanden ist“ (AL 123), und zwar in der ganzen Weite der Ehe, im „Miteinander von Wonnen und Mühen, von Spannungen und Erholung, von Leiden und Befreiung, von Befriedigung und Streben, von Missbehagen und Vergnügen“ (AL 126).

 

4. Eingliederung aller

„Es geht darum, alle einzugliedern; man muss jedem Einzelnen helfen, seinen eigenen Weg zu finden, an der kirchlichen Gemeinschaft teilzuhaben, damit er sich als Empfänger einer unverdienten, bedingungslosen und gegenleistungsfreien Barmherzigkeit empfindet“ (AL 297). Pastoral ist nicht einfach die Umsetzung von Regeln in die Praxis, sie muss vom Einzelnen in seiner jeweiligen Situation ausgehen. Die Perspektive dazu ist die, alle – dieses Wort betont der Papst – zu integrieren.

 

5. Das Gewissen

„Wir sind berufen, die Gewissen zu bilden, nicht aber dazu, den Anspruch zu erheben, sie zu ersetzen“ (AL 37). Zu einer Erwägung im Gewissen gehören der Blick auf die Lehren Christi und auf die Tradition der Kirche, zu leichte und zu harte Lösungen gleichermaßen sind Verrat an der konkreten Lebenssituation. Außerdem ist aber der Einzelne zu respektieren, im Gewissen ist er allein mit Gott. Das erklärt auch, weshalb das Dokument keine neuen Regeln vorgibt: „Wenn man die zahllosen Unterschiede der konkreten Situationen (…) berücksichtigt, kann man verstehen, dass man von der Synode oder von diesem Schreiben keine neue, auf alle Fälle anzuwendende generelle gesetzliche Regelung kanonischer Art erwarten durfte. Es ist nur möglich, eine neue Ermutigung auszudrücken zu einer verantwortungsvollen persönlichen und pastoralen Unterscheidung der je spezifischen Fälle“ (AL 300).

 

6. Wider das öffentliche Gezerre

„Die Debatten, wie sie in den Medien oder in Veröffentlichungen und auch unter kirchlichen Amtsträgern geführt werden, reichen von einem ungezügelten Verlangen, ohne ausreichende Reflexion oder Begründung alles zu verändern, bis zu der Einstellung, alles durch die Anwendung genereller Regelungen oder durch die Herleitung übertriebener Schlussfolgerungen aus einigen theologischen Überlegungen lösen zu wollen“ (AL 2). Dem Papst ist bewusst, was für einen Begleitlärm die Synode hatte, innerkirchlich und auch medial. Bereits in seinen beiden Abschlussreden hatte er das kritisiert, in Amoris Laetitia benennt er diesen Umstand noch einmal deutlich. Hinter der Kritik steckt auch eine Aufforderung: nicht hektisch zu lesen, nicht die Debatte zu überspitzen, sondern ruhig und betrachtend die einzelnen Themen und Teile des Textes durchzugehen.

 

 

(49830)

erstellt von: Radio Vatican

 

Gemeinsame Erklärung von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill von Moskau

https://www.erzdioezese-wien.at/site/home/nachrichten/article/48671.html


 

Kinder brauchen in multikultureller Gesellschaft Orientierung

http://www.meinefamilie.at/kindern-von-gott-erzaehlen/


 

Kirche in Österreich
ein wichtiger Wirtschaftsfaktor


 

Umweltenzyklika des Papstes

In seiner neuesten Enzyklika will Papst Franziskus alle Menschen ansprechen und sie aufrütteln, mehr Verantwortung für die Schöpfung zu zeigen. Der Raubbau an Mutter Erde bringt nur einem kleinen Teil der Weltbevölkerung Wohlstand, für den weitaus größten Teil der Menschen und der Lebewesen dieser Erde kommt es zum Entzug der Lebensgrundlagen. Im Anschluss findest du die Enzyklika "laudate si" im ganzen Wortlaut:

http://w2.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html


 

Über die Maiandacht

 


 

 

 

Kreuzweg und Osterei                                                

Wer mit Kindern über Ostern sprechen möchte, der kann sich einiger „Hilfsmittel" bedienen. Mit Kindern über Ostern zu sprechen, fällt Erwachsenen nicht immer leicht. Denn auch wenn am Ende steht, dass das Leben den Tod besiegt, wirft das Osterfest doch auch Themen wie Angst, Einsamkeit, Enttäuschung, Gewalt und Tod auf. Einfacher wird es, wenn man sich verschiedenster „Hilfsmittel“ bedient, anhand derer über das biblische Geschehen gesprochen werden kann. Der Kreuzweg in der eigenen Pfarrkirche könnte etwa so ein „Hilfsmittel“ sein. Einen ganz besonderen Kreuzweg, der seit Jahrhunderten Anziehungspunkt für Jung und Alt ist, findet man rund um die Kalvarienbergkirche auf dem Sankt-Bartholomäus-Platz 3, in Wien 17 (Öffnungszeiten: bis 5.4. tägl. von 10 – 17.30 Uhr). Es handelt sich dabei um keinen traditionellen Kreuzweg mit den üblichen 14 Stationen, sondern einen Kreuzweg, der die Erlösung des Menschen und die damit verbundene Wandlung seiner sieben Hauptsünden in Tugenden thematisiert. Ein schweres Thema für Kinder, zugegeben, aber die „Kreuzwegbilder“ in Hernals – lebensgroße, bunte, expressionistische Reliefs – eignen sich hervorragend auch für kleinere Kinder. Auf das Ei gekommen Auch Ostersymbole und Bräuche können helfen, dem Kern der Sache näher zu kommen: Die Palmkätzchen, die nach dem Winter rasch blühen; die Eier, die von außen hart sind, aus denen aber Leben kommen kann – das alles symbolisiert, dass das Leben den Tod besiegt. Dem Osterei von seiner genussvollen Seite nähern, kann man sich in den Osterferien zum Beispiel im Volkskundemuseum im 8. Bezirk. Unter dem Titel „Veilchen-Saatgut-Zwiebelschalen“ wird es auch darum gehen, was Zwiebelschalen mit Ostereiern zu tun haben.
erstellt von: Der Sonntag / Andrea Harringer 25.03.2015

 

Nein zur neuen Vergötterung des Geldes

55. Einer der Gründe dieser Situation liegt in der Beziehung, die wir zum Geld hergestellt haben, denn friedlich akzeptieren wir seine Vorherrschaft über uns und über unsere Gesellschaften. Die Finanzkrise, die wir durchmachen, lässt uns vergessen, dass an ihrem Ursprung eine tiefe anthropologische Krise steht: die Leugnung des Vorrangs des Menschen! Wir haben neue Götzen geschaffen. Die Anbetung des antiken goldenen Kalbs (vgl. Ex 32,1-35) hat eine neue und erbarmungslose Form gefunden im Fetischismus des Geldes und in der Diktatur einer Wirtschaft ohne Gesicht und ohne ein wirklich menschliches Ziel. Die weltweite Krise, die das Finanzwesen und die Wirtschaft erfasst, macht ihre Unausgeglichenheiten und vor allem den schweren Mangel an einer anthropologischen Orientierung deutlich – ein Mangel, der den Menschen auf nur eines seiner Bedürfnisse reduziert: auf den Konsum. 56. Während die Einkommen einiger weniger exponentiell steigen, sind die der Mehrheit immer weiter entfernt vom Wohlstand dieser glücklichen Minderheit. Dieses Ungleichgewicht geht auf Ideologien zurück, die die absolute Autonomie der Märkte und die Finanzspekulation verteidigen. Darum bestreiten sie das Kontrollrecht der Staaten, die beauftragt sind, über den Schutz des Gemeinwohls zu wachen. Es entsteht eine neue, unsichtbare, manchmal virtuelle Tyrannei, die einseitig und unerbittlich ihre Gesetze und ihre Regeln aufzwingt. Außerdem entfernen die Schulden und ihre Zinsen die Länder von den praktikablen Möglichkeiten ihrer Wirtschaft und die Bürger von ihrer realen Kaufkraft. Zu all dem kommt eine verzweigte Korruption und eine egoistische Steuerhinterziehung hinzu, die weltweite Dimensionen angenommen haben. Die Gier nach Macht und Besitz kennt keine Grenzen. In diesem System, das dazu neigt, alles aufzusaugen, um den Nutzen zu steigern, ist alles Schwache wie die Umwelt wehrlos gegenüber den Interessen des vergötterten Marktes, die zur absoluten Regel werden. Aus Evangelli Gaudium 55 - 56 erstellt von: Papst Franziskus


 

 

Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten!

Mir ist eine „verbeulte“ Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit, sich an die eigenen Sicherheiten zu klammern, krank ist.

Papst Franziskus in Evangelii Gaudium 49

 


 

Informationen über Glauben, Personen und Wissenswertes in den Dekanaten Kirchberg am Wechsel und Kirchschlag

http://www.erzdioezese-wien.at/

 

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