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Das Neue Testament berichtet an 5 Stellen ausführlich vom Ursprung dieses Sakramentes als Vermächtnis Christi. Da sind zum einen die 4 sogenannten „Einsetzungsberichte“ (Mk 14,22-25; Mt 26,26-29; Lk 22,15-20 und 1 Kor 11,23-25), die den Willen Jesu dokumentieren, in den Gestalten von Brot und Wein – Zeichen für Alltag und Fest - weiterhin sichtbar und spürbar unter den Menschen gegenwärtig zu bleiben. Daneben erfahren wir in der „Brotrede“ in Joh 6 einiges über Jesus als Brot für das ewige Leben. Geschichtlich ist die Eucharistiefeier eine Vertiefung des hebräischen Paschamahles als Feier der Befreiung des Volkes Gottes.

Es sei auf einige wichtige Elemente der Eucharistie verwiesen, die dem Bewusstsein der Gläubigen bisweilen zu entschwinden drohen:

  1. Der Glaube an die „Realpräsenz“ Christi, die „wirkliche Gegenwart“ Jesu in Brot und Wein, die durch die Hand des Priesters in Fleisch und Blut Jesu verwandelt werden, verschwimmt leicht in Richtung eines rein symbolischen Verständnisses nach Art der reformatorischen Kirchen, wonach Brot und Wein nur an Jesus „erinnern“, ohne ihn wahrhaft zu vergegenwärtigen. 
  2. Die äußerliche Gemeinschaft (= Communio) mit Jesus setzt die innere voraus, d.h. ein Leben in tiefer spiritueller Verbundenheit mit Jesus und einen Lebenswandel in Einklang mit seinen Geboten.
    Wo dies nicht der Fall ist, ist der Gang zur Kommunion ein widersprüchliches Zeichen! Gleichzeitig stärkt die Kommunion die Gemeinschaft mit Jesus und den Gläubigen. 

  3. Kommunion drückt nicht nur Gemeinschaft mit dem Leib Christi in Gestalt der Hostie aus, sondern auch Verbundenheit mit dem Leib Christi, der Kirche.
    Da, wie das 2. Vatikanische Konzil lehrt, die Kirche Jesu in der katholischen Kirche verwirklicht ist, ist die Kommunion für nichtkatholische Christen daher nur in besonderen Notsituationen möglich und sofern der Glaube an die Realpräsenz gegeben ist.

  4. Mancherorts tauchen immer wieder Diskussionen über die Art des Kommunionempfangs auf. Daher sei daran erinnert, dass die Kirche es jedem Gläubigen freistellt, den Leib Christi mit der Hand oder mit dem Mund, stehend oder kniend zu empfangen.

  5. Das 2. Vatikanische Konzil bekräftigt die Eucharistie als "Gipfel und Höhepunkt der Liturgie". Die Behauptung, man kann auch ohne Teilnahme daran ein guter Christ sein, beißt sich wohl nicht nur mit dem 3. Gebot, sondern nimmt auch den letzten Willen Jesu „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ nicht wirklich ernst! 

Vom rechten Verständnis und der Praxis der Eucharistie wird es wesentlich abhängen, ob und wie der „Leib Christi“, die Kirche, bei uns und in uns Zukunft hat. Dabei dürfen wir uns auch immer des wörtlichen Sinnes von „Eucharistie“ bewusst werden: Danksagung: Gott sagt uns Dank, indem er sich uns schenkt, aber auch wir haben Anlass, ihm zu danken.

Die Zeiten der Eucharistiefeier stehen in dieser Homepage unter "Wochenliturgie"